Putin ist und bleibt ein Mann des Geheimdienstes

28. Juli 2010

 wladimir

Wladimir Putin, der starke Mann in Moskau, hat wieder einmal sein wahres Gesicht gezeigt. Er ist und bleibt ein Mann des Geheimdienstes, obwohl er in der Politik Karriere gemacht hat. Nach dem spektakulären Agentenaustausch zwischen den USA und Russland hat der Ministerpräsident die aufgeflogenen Spione getroffen, mit ihnen diskutiert und gesungen. „Sie werden weiter für uns arbeiten. Wir werden einen würdigen Platz für sie finden“, sagte der ehemalige KGB-Offizier am Samstag bei seinem Besuch in der Ukraine. „Wir haben über das Leben gesprochen und gemeinsam Lieder gesungen.“

“Verräter enden böse”

„Verräter“ hätten die Enttarnung verschuldet, schimpfte der KGB-Mann Putin. Die Abweichler würden ermittelt und sie würden den Preis für ihre Taten zahlen, drohte er. „Agenten leben nach eigenen Gesetzen und diese Gesetze sind jedem gut bekannt.“ Verräter würden stets „böse enden“.

“Hartes Los der Spione”

Putin warb um Verständnis für das „harte Los“ russischer Spione. „Man muss jahrelang Aufträge im Interesse des Heimatlandes ausführen, ohne auf diplomatische Rückendeckung zu hoffen. Dabei bringen sie ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen in Gefahr, die nicht einmal wissen, wer sie sind und für wen sie arbeiten.“

Der KGB-Mann Putin regiert nun Russland seit mehr als zehn Jahren. Wie wird er da agieren? Wohl wie ein Mann des Geheimdienstes.

Portugal setzt auf Angola

27. Juli 2010

angola

Die Portugiesen machen es vor, die anderen EU-Länder sollten sich an ihnen ein Bespiel nehmen. Portugal setzt die Hoffnungen auf seine ehemaligen Kolonien. In Brasilien sind portugiesische Unternehmen schon länger aktiv, nun konzentriert es sich auf das südwestafrikanische Angola (siehe Karte oben).

Zweistellige Wachstumsraten

Während sich die EU mühsam aus der Rezession kämpft, weist Angola zweistellige Wachstumsraten auf. Angola ist mittlerweile Portugals wichtigster Handelspartner außerhalb Europas. 2009 machten die Geschäfte mit der ehemaligen Kolonie bereits sieben Prozent der portugiesischen Gesamtexporte aus. Um die Beziehungen zu festigen, besuchte Portugals Präsident am vergangenen Wochenende die angolanische Hauptstadt Luanda. Er wurde von einer 80-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Das 13 Millionen zählende Land ist seit 1975 von Portugal unabhängig.

Viele Bodenschätze

Die „New York Times“ berichtet, Portugal habe seinen Fokus von Brasilien nach Angola verlagert, da auf dem südamerikanischen Markt die heimische Konkurrenz bereits sehr groß ist. Konkurrenz hat Portugal auch in Angola. Vor allem China versucht, wirtschaftlich Fuß zu fassen. Denn Angola verfügt über enormen Rohstoffreichtum: Erdöl, Diamanten und andere Bodenschätze wie Uran. 2008 verdrängte Angola Nigeria vom Platz eins unter den afrikanischen Erdölproduzenten.

Europa soll die Beziehungen zu den ehemaligen Kolonien intensiveren

Es ist hoch an der Zeit, dass sich die europäischen Länder um ihre ehemaligen Kolonien annehmen. Afrika ist beispielsweise im Vergleich mit Asien unterentwickelt. Dabei verfügt der Kontinent über enormes Potential. Zum einen über Bevölkerungsreichtum, zum anderen über viele Bodenschätze. China hat das Potenzial schon lange erkannt und engagiert sich enorm. Sie wollen Afrikas Bodenschätze und gleichzeitig sehen sie einen großen Absatzmarkt für ihre Billigprodukte. Europa muss Afrika neu begegnen. Auf gleicher Ebene, von Angesicht zu Angesicht. Die Zeiten, wo die ehemaligen weißen Kolonialherren auf die Schwarzen herabgeblickt haben, sind vorbei. Es ist Zeit für neue Partnerschaften. Europa hat das Wissen, die Technologie und das Kapital, Afrika die Ressouren. Verbindungen zwischen den ehemaligen Herren und den Knechten sind noch da. Sie sollten aktiviert werden, aber auf partnerschaftliche Weise. Afrika braucht für seine Entwicklung starke Partner, Europa neue Märkte, um Wachstum zu generieren. Europa sollte höchstes Eigeninteresse an einer gedeihlichen Entwicklung Afrikas haben. Die Afrikaner sollten Arbeit und Brot zu Hause verdienen können statt auf abenteuerliche und lebensgefährliche Fahrten über das Meer nach Europa zu setzen.

Beide können profitieren

Es läge eine win-win-Situation vor. Afrika und Europa sollten sie nutzen. Die Portugiesen zeigen es mit Angola, wie es geht. Die wirtschaftlichen Interessen gehen nicht nur in eine Richtung. Denn mittlerweile besitzen Angolaner bedeutende Anteile an portugiesischen Banken und anderen Unternehmen, etwa auf dem Energiesektor.  

Ja zu qualifizierter Zuwanderung

26. Juli 2010

Einen gewagten Vorstoß hat Außenminister Michael Spindelegger mit seiner Forderung nach 100.000 Zuwanderern unternommen. Bei näherer Betrachtung und Überlegung hat der ÖVP-Politiker Recht. Aufgrund der gesunkenen Geburten benötigt Österreich Nachwuchs, um die sozialen Systeme von Sozial-, Gesundheits- und Pensionsversicherungen und damit seinen Wohlstand halten zu können.

Zuwanderung ist dann sinnvoll, wenn die Menschen, die aus dem Ausland kommen, auch einen Arbeitsplatz finden. Dafür sind Sprachkenntnisse und Qualifikation erforderlich. Es wird nicht einfach sein, qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen, denn diese Menschen sind auch in ihren Heimatländern sehr gefragt. Wer verlässt schon freiwillig die Heimat, wenn es nicht unbedingt sein muss?

Ein erster Schritt wäre die Abschaffung jener Übergangsklausel, die Menschen aus den der EU 2005 beigetretenen Ländern bis 2012 untersagt, hier in Österreich zu arbeiten. Die Integration dieser Menschen wäre kein Problem, da sie aus dem europäischen Kulturkreis kommen. Man wird sehen, wie viele tatsächlich einwandern wollen, da wir sehr spät dran sind. Die Engländer haben  im Gegensatz zu Österreich und Deutschland ihren Arbeitsmarkt für die Menschen aus Osteuropa sofort geöffnet. Sehr viele Polen haben diese Chance genutzt und verdienen gutes Geld auf dem Inselstaat. Die wirklich guten Leute haben wahrscheinlich schon in anderen Ländern ihren Arbeitsplatz gefunden.

Die Zuwanderung wirft natürlich noch tiefergehende Fragen auf. Warum fehlt es unserer Gesellschaft an Nachwuchs? Was sind die Gründe für die geringe Geburtenrate? Die Verhältnisse der postindustriellen Gesellschaft können es alleine nicht sein. Denn Frankreich und die nordischen Staaten haben genügend Nachwuchs. Die Qualität einer Gesellschaft misst sich auch an ihrer Kinderfreundlichkeit. Offensichtlich haben wir hier ein Problem. Das kann auch durch Zuwanderung nicht gelöst werden.  

Lutheraner: “Tiefes Bedauern” über die Verfolgung der “Täufer”

24. Juli 2010

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Entschuldigungen haben es oft an sich, dass sie zu spät erfolgen. Aber es ist besser, sie kommen sehr spät als gar nicht. Mit einer sehr bewegenden Zeremonie hat die protestantische Bewegung in Form des Lutherischen Weltbundes am Donnerstag in Stuttgart Abbitte bei den Mennoniten für die grausame Verfolgung der Täuferbewegung geleistet.

Entschuldigung unter Gebet und kniend

In der Erklärung heißt es, man bitte um Vergebung für die Verfolgung der sogenannten Wiedertäufer im 16. Jahrhundert, für das spätere Vergessen und Ignorieren dieser Verfolgungen  sowie für alle unangemessenen, abwegigen und verletzenden Darstellungen von Wiedertäufern und Mennoniten durch lutherische Autoren bis zum heutigen Tag. Die Annahme des Textes erfolgte unter Gebet und kniend.

Absolute Gewaltlosigkeit

Der Vorsitzende des Lutherischen Weltbundes, Bischof Mark Hansen, würdigte die Mennoniten als Vorbild für Gewaltlosigkeit: „Wir können viel von ihnen lernen.“ Er errinnerte auch an die symbolische Bedeutung des Ortes Stuttgart. Der Reformator Johannes Brenz habe sich 1528 von Württemberg aus mit Nachdruck gegen die Hinrichtung von Täufern gewendet, da geistliche Irrtümer nicht nach weltlichem Recht bestraft werden dürften. Er war damit auf den Widerspruch seiner Kollegen Luther und Melanchthon gestoßen, die die Bestrafung der Täufer als Aufrührer befürworteten. Vielen tausenden Wiedertäufern kosteten die Verfolgungen das Leben. “Wer widerruft, wird geköpft, wer nicht wiederruft, wird verbrannt”, hieß es etwa in einem staatlichen Verdikt. Die “Wiedertäufer” galten als “linker” Flügel der Reformation. Sie setzten sich für radikalere soziale Reformen im Christentum ein als etwa die Reformatoren Luther und Zwingli.

Eine Million Gläubige weltweit

Der Gemeinschaft der Mennoniten gehören mehr als eine Million Gläubige an, viele leben in den USA und Kanada. Das Bild zeigt deutschstämmige Mennonitenkinder in Kanada. Etwa 30.000 davon leben in Deutschland. Ihr Name geht auf den niederländisch-friesischen Theologen Menno Simons (1496-1561) zurück. Als Teil der Täuferbewegung wurden Mennoniten in der Reformationszeit und noch danach verfolgt. Durch die Nachstellungen wurden sie in alle Welt zerstreut. Mennoniten lehnen Gewalt und das leisten von Eiden rundweg ab. Sie lehnen Taufen im Kindesalter ab, weil als Voraussetzung für eine Taufe die bewusste Hinwendung  zu Christus gilt. Deshalb wurden sie auch als „Wiedertäufer“ bezeichnet. Simons lehnte apokalyptische Visionen ab und setzte dem eine Ethik der leidenden Liebe und eine strikte Ablehnung jeglicher Gewalt entgegen. Die Mennoniten lehne kirchliche Ämter hierarchien ab, die Ortsgemeinden sind weitgehend autonom. Es wird die klare Trennung von Kirche und Staat befürwortet.

In Ober- und Niederösterreich wurden 250 Täufer hingerichtet

Im Rahmen der oberösterreichischen Landesausstellung „Renaissance und Reformation“, die derzeit im Schloß Parz bei Grieskirchen gezeigt wird, wird auch ein kurzes Kapitel der Täuferbewegung gewidmet. Sie wurden auch im Land ob der Enns sowohl von Katholiken als auch den Protestanten verfolgt. Die Täufer waren vor allem im Raum Linz und Steyr konzentriert. In Ober- und Niederösterreich wurden rund 250 Anhänger der Täuferbewegung hingerichtet.

 

Wien ist und bleibt ein Wasserkopf

20. Juli 2010

wien

Die Bevölkerung hat es schon immer gewusst, nun belegen es die Wissenschafter: Die Bundeshauptstadt Wien ist ein Wasserkopf. Die Oberösterreicher arbeiten fleißig und zahlen hohe Steuern, ihr hart verdientes Geld wird aber in Wien ausgegeben. Oberösterreich zahlt jährlich neun Milliarden Steuern und erhält im Finanzausgleich nur 6,7 Milliarden zurück.

Die Dummköpfe des Bundesrechenzentrums

Dies ist das Ergebnis einer Studie der Johannes-Kepler-Universität, die nachweist, dass die Zahlen des Bundesrechenzentrums nicht stimmen. Ein besonders pikantes Beispiel für die Verzerrung bei der Steuerberechnung ist das Burgenland. Dort gibt es nämlich laut Bundesrechenzentrum keine Raucher. Denn die Tabaksteuer wird vom Bundesrechenzentrum nicht dem Ort des Konsums zugerechnet, sondern dem Sitz der Tabakvertriebe.

Wo haben sie rechnen gelernt?

Die Studie der Linzer Universität ordnet die Steuern regional zu. Während das Bundesrechentrum bei der motorbezogenen Versicherungssteuer  von 3,2 Prozent der Steuern, die aus Oberösterreich kommen, spricht, haben die Linzer Wissenschafter unter der Führung des Volkswirtschafters Fritz Schneider 18,8 Prozent errechnet. Ein weiteres Beispiel ist die Umsatzsteuer. Das Bundesrechenzentrum spricht von 12,6 Prozent, die Studie ergibt jedoch 16,7 Prozent.

Die Burgenländer werden vorne und hinten beschissen

Bei der Berechnung profitiert Wien am meisten, am schlechtesten kommt das Burgenland weg.

Was ist die Moral von der G’schicht‘: Der Finanzausgleich ist dringend zu reformieren. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesländer wie Oberösterreich oder das Burgenland, die abkassiert werden, sich auf die Beine stellen und Gerechtigkeit einfordern. Wien soll finanzmäßig auf das reduziert werden, was es leistet.

Die Implosion der römisch-katholischen Kirche

19. Juli 2010

johannes

 

„Krise einer moralischen Instanz“ titelt Daniel Deckers seinen Leitartikel in der Samstagausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (17. Juli 2010, Seite 1). Aus Anlass der zahlreichen sexuellen Übergriffe von Priestern auf Jugendliche setzt er sich sehr kritisch mit dem Zustand der römisch-katholischen Kirche auseinander. „Es ist nach den strukturellen Bedingungen zu fragen, die ein Klima in der Kirche begünstigen, in dem die institutionellen Abwehrreflexe nach wie vor weitaus stärker sind als die Bestrebungen, sich jenen moralischen Ansprüchen zu unterwerfen, welche die Kirche gegenüber ihren Mitgliedern wie auch gegenüber der Gesellschaft erhebt.“

Gegensatz zwischen Charisma nach außen und Zentralismus nach innen

Deckers sieht dieses „Paradox durch niemanden so sehr personifiziert wie durch Papst Johannes Paul II (Bild): nach außen ein charismatischer Anwalt von Menschenrechten, nach innen mit Hilfe des damaligen Kardinals Ratzinger ein Verfechter theologischer Tabuzonen und ein Exponent höfisch-zentralistischer Tendenzen, in deren Gefolge das Lebensgefühl viele Katholiken und das Selbstverständnis der Kirchen in einen kaum noch zu überbrückenden Gegensatz geraten. Als Papst haben Ratzinger nicht nur die kognitiven Dissonanzen mit voller Wucht eingeholt, die während des vorangegangenen Pontifikats erzeugt worden sind. Mit einer Kurie, die angesichts der Globalisierung der Kirche strukturell rückständiger denn je, und einem Bischofskollegium, das gerade in den Kardinalsrängen intellektuell ausgezehrt ist wie seit Jahrzehnten nicht, hat Benedikt ein Erbe angetreten, das die Probleme, vor denen die Kirche steht, eher befördert denn gemildert hat.“

Der Priestermangel stellt alles in Frage

Deckers pessimistische Schlußfolgerung: „Daher ist auch nicht erkennbar, ob und wenn ja, woher die Institution Kirche in ihrer gegenwärtigen Lage neue Kräfte zuwachsen können. Im Gegenteil: In den meisten westeuropäischen Ländern ist die Kirche auf dem besten, nicht nur als Kulturmacht zu implodieren, sondern auch als Institution.“ Der Mangel an Priestern habe Ausmaße angenommen, die das Selbstverständnis der katholischen Kirche alltagspraktisch dementieren, mittels ihrer Sakramente Zeichen des Heils in die Welt zu setzen. Eine Kirche ohne Klerus  führe sich selbst ad absurdum.

“D’ Leit’ san wia d’Sau”

16. Juli 2010

schwein

Als ich gestern mit meinem alten Bekannten Gustl Heuberger, pensionierter Autobusunternehmer in Peuerbach, über die angeblichen Provisionen für Karl Heinz Grasser und Walter Meischberger diskutierte, erinnerte er sich an einen Spruch seines Vaters, der folgendes zu ihm gesagt hat: “D’ Leit’ san wie d’ Sau. Wenn’s beim Ursch san, dann fressen’s.”

Auf  Hochdeutsch übersetzt: Die Menschen verhalten sich wie die Schweine. Wenn sie bei den Freßnäpfen stehen und fressen, sprich sich bereichern können, bereichern sie sich.

WM-Schiedsrichter Webb: War geistig und körperlich aufgelöst

14. Juli 2010

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Der englische Schiedsrichter Howard Webb hat das WM-Finale zwischen Spanien und den Niederlanden mit einem Höllenritt verglichen. „Das waren die schwersten zwei Stunden meiner Laufbahn“, sagte Webb der englischen Tageszeitung „Daily Mail“, die Spanien in der Verlängerung mit 1:0 gewann.

Er war zu milde

Webb musste zwölf Gelbe Karten zeigen, einmal sogar Gelb-Rot. Das war Rekord in einem Endspiel. Der Engländer zeigte sich nach dem Match „körperlich und geistig aufgelöst“. Obwohl er so viele Karten gezeigt hat, war er dennoch zu milde. Er hätte von Anfang an hart durchgreifen müssen. Zum Beispiel, als Nigel de Jong mit seinem Bein mit voller Kraft gegen den Brustkorb von Xabi Alonso getreten ist.

Holländer setzten auf Fouls

Die Spanier setzten die Holländer von Anfang an unter Druck, diese wussten sich nicht anders als mit Fouls zu helfen. Nur so konnten sie den spanischen Spielfluss stören. Doch selbst die vielen Fouls konnten die Niederländer nicht wirklich ins Spiel bringen. Der Sieg der Spanier war mehr als gerechtfertigt. Hätte Holland gewonnen, wäre das eine Niederlage für den Fußball gewesen.

Schlechte Schiedsrichterleistungen

Auch wenn Howard Webb zu milde war, so hat er doch das Finale halbwegs über die Bühne gebracht. Diese WM in Südafrika war vor allem von den schlechten Schiedsrichterleistungen überschattet. So zum Beispiel durch das nicht gegebene Tor von England gegen Deutschland oder das klassische Abseitstor von Argentiniens Carlos Tevez gegen Mexiko. Weiters gab es viele falsche Abseitsentscheidungen.

Qualität und Erfahrung haben Vorrang

Für diese schwachen Schiedsrichterleistungen trägt die FIFA die Verantwortung. Es hat keinen Sinn, aus falsch verstandenem Gutmenschentum Schiedsrichter aus aller Herren Länder heranzuziehen, denen die Qualifikation und die Erfahrung fehlt. Natürlich muss die Besetzung eine internationale sein, doch die Qualität geht vor. Zudem hat die WM die Notwendigkeit der Einführung  des Videobeweises deutlich aufgezeigt.

US-Experte: Die Weltwirtschaft wird zusammenbrechen

13. Juli 2010

prechter

Die Untergangspropheten haben Saison. Der US-Wirtschaftsberater Robert Prechter (Bild) ist überzeugt, dass die Weltwirtschaft in den kommenden sechs Jahren komplett zusammenbrechen wird.

Dow Jones soll um 90 Prozent fallen

Laut seiner Schätzung werde der amerikanische Börsenindex Dow Jones von den jetzt 10.000 Punkten auf unter 1000 Punkte absacken. Damit würden am Aktienmarkt nur ein Zehntel überleben. Parallelen zu den 1930er Jahren sieht er nicht. Es werde viel schlimmer kommen. Als Beispiel nennt er die englische „Südseeblase“ von 1720. Von dieser ersten Spekulationskrise der Geschichte hatte sich die Wirtschaft erst nach über 100 Jahren erholt. In der „New York Times“ sagt Prechter: „Wenn ich recht habe, wird das so ein Schock, dass die Leute noch ihren Großenkeln in vielen Jahren sagen werden: Hände weg von Aktien!“

Prechter hatte mit seinen Prognosen Recht

Man könnte die Meinung von Prechter als unrealistisch abtun, doch der oft prämierte Wirtschaftsguru hat mit seinen Prognosen meist recht behalten. Er beruft sich auf das Konzept der „Elliot-Wellen“. Elliott glaubte, dass alle Krisen genau vorhersehbaren Mustern folgen.

Die großen Börsetrends vorhergesagt

Prechter hat sämtliche großen Börsetrends vorhergesagt: vom Boom der frühen 80er bis zum Zusammenbruch der Immobilienwerte, der die jüngste Krise auslöste. Er will die jetzige Prognose als unverbindlichen Rat verstanden wissen. Gegenüber der New York Times meint er: „Ich sage, der Winter kommt, kauf‘ dir einen Mantel! Andere sagen den Leuten, sie sollen nackt bleiben. Wenn ich mich irre, tut Dir das nicht weh. Wenn sie sich irren, bist Du tot.“

Empfehlung für Staatsanleihen

Laut Prechter gibt es Möglichkeiten, die Krise zu überstehen. Er rät das Vermögen in klassische Geldveranlagungen wie staatliche Schuldverschreibungen umzuschichten. Wer seinem Rat folge, so Prechter, werde ihm in einigen Jahren sehr dankbar sein.

Marc Faber setzt hingegen auf Aktien und steigende Kurse

 

faber

Eine ganz andere Meinung vertritt der Börsenguru Marc Faber (Bild). In der Juli-Ausgabe von „Focus-Money“ rät er dazu, Aktien zu kaufen. Die Weltwirtschaft werde sich in den nächsten Monaten abschwächen, doch die Börsen könnten sich anders verhalten. Denn die Notenbanken würden bei jedem Einbruch die Börsen wieder mit frisch gedrucktem Geld raushauen. Neben Aktien hält Faber seit längerem Edelmetalle. „Gold und Silber sind die besten Alternativen zu Bargeld.“ Faber glaubt nicht, dass die Kurse in Europa und Amerika das Tief vom März 2009 noch einmal erreichen werden (double dip). Es könne zwar durchaus sein, dass die Kurse um 10 bis 20 Prozent fallen, aber in der heutigen Zeit sei es eher ein Risiko, keine Aktien zu halten. Optimal seien Marktführer mit einer soliden Bilanz. Asien ist für Faber ein zukunftsträchtiger Markt. Ein wachsender Markt und eine wachsende Wirtschaft würden die Aktien nach oben treiben.

 

Liebe Knechte und Mägde Roms!

09. Juli 2010

agidius

Rom und seine Handlanger in Österreich haben nichts gelernt. Die Bischofsbestellungen laufen wie gewohnt ab. Wer konservativ ist, wird bestellt. Auf die Mitarbeiter und die Gläubigen wird nicht Rücksicht genommen. Die Bestellung von Ägidius Zsifkovics zum neuen Bischof von Eisenstadt belegt dies einmal mehr. Es ist wieder einmal eine Sauerei, die sich Rom gegenüber der Ortskirche leistet.

Der römische Zirkus erlebt immer wieder neue Auflagen

Der Kurswechsel weg vom II. Vatikanischen Konzil hat in Österreich 1979 begonnen. Unter Papst Johannes Paul II. Seitdem erlebt dieser Zirkus immer wieder neue Auflagen. Österreichs Gläubige, Mitarbeiter und Priester haben andere Vorstellungen von Kirche. Dies wurde mehrfach durch diverse Umfragen in den vergangenen Monaten belegt.

Das Leben ohne Rücksicht auf Rom leben 

Wie sollen die Gläubigen auf diese Schweinerei im Namen Gottes reagieren? Austritte sind eine schlechte Lösung, da sie die Kirche finanziell schwächen und damit den personellen Abbau guter Mitarbeiter zur Folge haben. Die Gläubigen sollten eine kirchliche Gegenwelt aufbauen. Sie sollen den Glauben und ihr Zusammenleben so gestalten wie sie es für richtig halten. Sie sollen mit ihren Kirchenbeiträgen Druck auf die Oberen machen. Es braucht Protest. Die pharisäerhafte Scheinwelt gehört entlarvt. Rom spricht von den „Brüdern und Schwestern im Herrn“. Diese Bezeichnungen sind Lug und Trug. Denn mit Brüdern und Schwestern im Herrn geht man anders um.  Die richtige Formulierung wäre „Knechte und Mägde Roms, zahlt, schweigt und seid dankbar, welche Gnade aus Rom Euch erteilt wird“. Eine Verhöhnung.

Welche Rolle spielte Schönborn? 

Der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn,  hat in der Causa der Missbrauchsfälle Profil gezeigt. Es ist aber auf seinen alten Kurs eingeschwenkt. Er vertritt die Linie von Papst Benedikt XVI. Solange Josef Ratzinger regieren wird, wird es auch keine Reformen geben. Alles andere ist eine Illusion.