Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Naomi lässt die Welt unbefriedigt zurück

Dienstag, 10. August 2010

naomi

Die Welt weiß jetzt, dass das angebliche Topmodel Naomi Campbell nicht weiß, von wem die Blutdiamanten stammen, die sie im September 1997 von unbekannten Männern nächtens in ihrem Hotelzimmer erhalten hat. Nach Aussagen von Augenzeugen soll sie zwar mit dem Diktator von Liberia, Charles Taylor, zuvor heftig geflirtet haben, aber dass das eine mit dem anderen zu tun haben könnte, kann die dunkle Schönheit nicht nachvollziehen.

Unterlief dem Schlächter Taylor eine Fehlinvestition?

Dass an Taylors Händen das Blut zehntausender unschuldiger Menschen klebt, wissen wir. Dass Campbell zu Zornausbrüchen neigt, ihr Personal schlägt und Rauschgift nicht abgeneigt ist, weiß die Öffentlichkeit aus zahllosen Berichten ebenfalls. Was wir aber nicht wissen, ist, ob es, und wenn ja, wann es zum Vollzug des Liebesaktes zwischen Taylor und Campbell gekommen ist. Sind die Diamanten ein Geschenk für bereits vollzogenen Sex oder eine Andeutung dafür, welche Fülle an Geschenken das Model nach dem Liebesakt erwarten darf, der dann möglicherweise gar nicht stattgefunden hat? Eine Fehlinvestition von Taylor? Fragen über Fragen.

Möglicherweise erinnert sich Naomi nicht mehr

Naomi lässt uns im Dunklen. Wir, die wir neugierig nach Informationen haschen, bleiben unbefriedigt zurück. Aber es könnte natürlich auch in diesem Fall sein, dass Naomi zwar das Faktum von sexuellen Handlungen bestätigt, aber nicht mehr weiß, um wen es sich gehandelt hat. Es könnte auch hier vorgekommen sein, dass plötzlich ein oder mehrere Männer da waren und sich etwas abgespielt hat. Die Frage nach dem wer könnte auch hier unbeantwortet bleiben. Man muss Verständnis haben. Ein Topmodel hat schließlich ein hartes Leben. Der Globus ist ihr Zuhause. Was ist da schon Liberia?

Haider ein politischer Betrüger?

Mittwoch, 04. August 2010

War Jörg Haider tatsächlich ein politischer Betrüger, wie Hans Rauscher aus Anlass der angeblichen Überweisungen von 45 Millionen Euro von Libyens Diktator  Muammar al-Gaddafi auf ein Konto in Liechtenstein in seiner heutigen Kolumne im „Standard“ schreibt? In Facetten möglicherweise ja. Er, der SPÖ und ÖVP wegen ihrer Abkassiererei heftig kritisiert hat, hat sich selbst so verhalten.

Aber ihn nur als Betrüger zu sehen und jene 27 Prozent der Wähler als Idioten hinzustellen, die ihm 1999 die Stimme gegeben haben, greift zu kurz. Sie ist eine überzogene, polemische Sichtweise. Haider hat die Machtstrukturen und den Privilegienstadl, den Rot und Schwarz seit 1945 aufgebaut hatten, heftig und zu Recht kritisiert. Die jahrzehntelange Machtausübung hatte zu Verkrustungen und Missbräuchen geführt, die vielen Bürgerinnen und Bürgern aufgestoßen sind. Zudem griff er das Thema der völlig unkoordinierten und nicht vorhandenen Asyl- und Integrationspolitik auf, an der sich ebenfalls viele Menschen stießen. Er attackierte die Sozialpartner und zwang die Wirtschafts- und Arbeiterkammer zu Reformen, zu der sie sich aus eigenem Antrieb nicht durchringen konnten. Ihnen fehlte die notwendige Erneuerungskraft. Haider motivierte sie dazu, indem er die Zwangsmitgliedschaft und damit ihre Macht grundlegend in Frage stellte.

Haider war ein begnadeter Populist, ein hervorragender Oppositionspolitiker. Gescheitert ist er dort, wo er gezwungen war, selbst zu regieren und damit zu zeigen, was er kann, wenn er selbst über Macht verfügt. Das war Anfang 1990 in Kärnten so, als er wegen seines Sagers der „ordentlichen Beschäftigungspolitik im Dritten Reich“ als Landeshauptmann abgewählt worden ist. Das war  neuerlich mit dem Regierungseintritt im Jahr 2000 der Fall, dem Beginn der schwarz-blauen Koalition.

Zudem war er ein hemmungsloser Egozentriker. Gute Leute in seiner eigenen Partei wie Norbert Gugerbauer oder Heide Schmidt ertrug er nicht. Er ließ sie entfernen. Er holte sich lieber unqualifizierte Leute von der Straße, die zu ihm unkritisch aufblickten und ließ sie rasch aufsteigen. Diese konnten die schnelle Karriere nicht verarbeiten und bereicherten sich, wie die Fälle Meischberger, Grasser etc. zeigen.

Haiders Bilanz ist eine gemischte. Er hat wesentlich zu notwendigen Erneuerungen in Österreichs politischem System beigetragen. Dort, wo er an den Hebeln der Macht sass, hat er sich verhalten wie die Machtträger anderer Parteien auch. Hier ist er gescheitert.

Die blauen Abkassierer sind Geschichte

Montag, 02. August 2010

haiderjorg

Er hat also auch abkassiert. Er, der Zeit seiner politischen Laufbahn davon gelebt hat, die roten und schwarzen Abkassierer zu kritisieren, hat selbst genommen. Die Aufdeckung von Jörg Haiders (Bild) Briefkastenfirmen in Liechtenstein, gefüllt mit 45 Millionen Euro, sind der endgültige Todesstoß für das blaue Erneuerungsprojekt, das er Mitte der 80-er Jahre gestartet  hat und das in der schwarz-blauen Koalition des Jahres 2000 gipfelte.

Die “Buberlpartie” hat ebenfalls genommen

Sein ehemaliger Generalsekretär Walter Meischberger hat abkassiert, Shooting-Star und Finanzminister Karl Heinz Grasser wird ebenfalls des Nehmens beschuldigt. Haiders ehemalige Pressesprecherin und spätere Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer hat sich um viel Geld auf FPÖ-Kosten schöne Kleider gekauft, was das Blut der Funktionäre in Wallung gebracht hat.

Das Erneuerungsprojekt ist gefallen

Haider ist Geschichte. Sowohl körperlich als auch geistig und ideell. Die FPÖ-Abspaltung Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) war ein letztes Aufbäumen, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es bei der nächsten Nationalratswahl den Sprung ins Parlament verpassen wird. Die FPÖ wird es hingegen weiter geben, obwohl Haider sie vor Jahren als finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat.

Strache kann Haider das Wasser nicht reichen

Doch mit Heinz-Christian Strache an der Spitze werden die Freiheitlichen wohl nie so stark werden wie einst mit dem Jörgl. Das wissen die Blauen selbst am besten. Die internen Diskussionen um Straches Verbleib an der Spitze haben schon begonnen. Sein Glück ist das Fehlen einer personellen Alternative. Das Abschneiden bei der Wiener Landtagswahl im Oktober wird über sein weiteres Schicksal entscheiden. Er hat sich selbst die Latte hoch gelegt, indem er sich als die Alternative zu Bürgermeister Michael Häupl präsentiert. Es kann durchaus sein, dass er die Latte reisst.      

Putin ist und bleibt ein Mann des Geheimdienstes

Mittwoch, 28. Juli 2010

 wladimir

Wladimir Putin, der starke Mann in Moskau, hat wieder einmal sein wahres Gesicht gezeigt. Er ist und bleibt ein Mann des Geheimdienstes, obwohl er in der Politik Karriere gemacht hat. Nach dem spektakulären Agentenaustausch zwischen den USA und Russland hat der Ministerpräsident die aufgeflogenen Spione getroffen, mit ihnen diskutiert und gesungen. „Sie werden weiter für uns arbeiten. Wir werden einen würdigen Platz für sie finden“, sagte der ehemalige KGB-Offizier am Samstag bei seinem Besuch in der Ukraine. „Wir haben über das Leben gesprochen und gemeinsam Lieder gesungen.“

“Verräter enden böse”

„Verräter“ hätten die Enttarnung verschuldet, schimpfte der KGB-Mann Putin. Die Abweichler würden ermittelt und sie würden den Preis für ihre Taten zahlen, drohte er. „Agenten leben nach eigenen Gesetzen und diese Gesetze sind jedem gut bekannt.“ Verräter würden stets „böse enden“.

“Hartes Los der Spione”

Putin warb um Verständnis für das „harte Los“ russischer Spione. „Man muss jahrelang Aufträge im Interesse des Heimatlandes ausführen, ohne auf diplomatische Rückendeckung zu hoffen. Dabei bringen sie ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen in Gefahr, die nicht einmal wissen, wer sie sind und für wen sie arbeiten.“

Der KGB-Mann Putin regiert nun Russland seit mehr als zehn Jahren. Wie wird er da agieren? Wohl wie ein Mann des Geheimdienstes.

Ja zu qualifizierter Zuwanderung

Montag, 26. Juli 2010

Einen gewagten Vorstoß hat Außenminister Michael Spindelegger mit seiner Forderung nach 100.000 Zuwanderern unternommen. Bei näherer Betrachtung und Überlegung hat der ÖVP-Politiker Recht. Aufgrund der gesunkenen Geburten benötigt Österreich Nachwuchs, um die sozialen Systeme von Sozial-, Gesundheits- und Pensionsversicherungen und damit seinen Wohlstand halten zu können.

Zuwanderung ist dann sinnvoll, wenn die Menschen, die aus dem Ausland kommen, auch einen Arbeitsplatz finden. Dafür sind Sprachkenntnisse und Qualifikation erforderlich. Es wird nicht einfach sein, qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen, denn diese Menschen sind auch in ihren Heimatländern sehr gefragt. Wer verlässt schon freiwillig die Heimat, wenn es nicht unbedingt sein muss?

Ein erster Schritt wäre die Abschaffung jener Übergangsklausel, die Menschen aus den der EU 2005 beigetretenen Ländern bis 2012 untersagt, hier in Österreich zu arbeiten. Die Integration dieser Menschen wäre kein Problem, da sie aus dem europäischen Kulturkreis kommen. Man wird sehen, wie viele tatsächlich einwandern wollen, da wir sehr spät dran sind. Die Engländer haben  im Gegensatz zu Österreich und Deutschland ihren Arbeitsmarkt für die Menschen aus Osteuropa sofort geöffnet. Sehr viele Polen haben diese Chance genutzt und verdienen gutes Geld auf dem Inselstaat. Die wirklich guten Leute haben wahrscheinlich schon in anderen Ländern ihren Arbeitsplatz gefunden.

Die Zuwanderung wirft natürlich noch tiefergehende Fragen auf. Warum fehlt es unserer Gesellschaft an Nachwuchs? Was sind die Gründe für die geringe Geburtenrate? Die Verhältnisse der postindustriellen Gesellschaft können es alleine nicht sein. Denn Frankreich und die nordischen Staaten haben genügend Nachwuchs. Die Qualität einer Gesellschaft misst sich auch an ihrer Kinderfreundlichkeit. Offensichtlich haben wir hier ein Problem. Das kann auch durch Zuwanderung nicht gelöst werden.  

Lutheraner: “Tiefes Bedauern” über die Verfolgung der “Täufer”

Samstag, 24. Juli 2010

mennonitenkinder

Entschuldigungen haben es oft an sich, dass sie zu spät erfolgen. Aber es ist besser, sie kommen sehr spät als gar nicht. Mit einer sehr bewegenden Zeremonie hat die protestantische Bewegung in Form des Lutherischen Weltbundes am Donnerstag in Stuttgart Abbitte bei den Mennoniten für die grausame Verfolgung der Täuferbewegung geleistet.

Entschuldigung unter Gebet und kniend

In der Erklärung heißt es, man bitte um Vergebung für die Verfolgung der sogenannten Wiedertäufer im 16. Jahrhundert, für das spätere Vergessen und Ignorieren dieser Verfolgungen  sowie für alle unangemessenen, abwegigen und verletzenden Darstellungen von Wiedertäufern und Mennoniten durch lutherische Autoren bis zum heutigen Tag. Die Annahme des Textes erfolgte unter Gebet und kniend.

Absolute Gewaltlosigkeit

Der Vorsitzende des Lutherischen Weltbundes, Bischof Mark Hansen, würdigte die Mennoniten als Vorbild für Gewaltlosigkeit: „Wir können viel von ihnen lernen.“ Er errinnerte auch an die symbolische Bedeutung des Ortes Stuttgart. Der Reformator Johannes Brenz habe sich 1528 von Württemberg aus mit Nachdruck gegen die Hinrichtung von Täufern gewendet, da geistliche Irrtümer nicht nach weltlichem Recht bestraft werden dürften. Er war damit auf den Widerspruch seiner Kollegen Luther und Melanchthon gestoßen, die die Bestrafung der Täufer als Aufrührer befürworteten. Vielen tausenden Wiedertäufern kosteten die Verfolgungen das Leben. “Wer widerruft, wird geköpft, wer nicht wiederruft, wird verbrannt”, hieß es etwa in einem staatlichen Verdikt. Die “Wiedertäufer” galten als “linker” Flügel der Reformation. Sie setzten sich für radikalere soziale Reformen im Christentum ein als etwa die Reformatoren Luther und Zwingli.

Eine Million Gläubige weltweit

Der Gemeinschaft der Mennoniten gehören mehr als eine Million Gläubige an, viele leben in den USA und Kanada. Das Bild zeigt deutschstämmige Mennonitenkinder in Kanada. Etwa 30.000 davon leben in Deutschland. Ihr Name geht auf den niederländisch-friesischen Theologen Menno Simons (1496-1561) zurück. Als Teil der Täuferbewegung wurden Mennoniten in der Reformationszeit und noch danach verfolgt. Durch die Nachstellungen wurden sie in alle Welt zerstreut. Mennoniten lehnen Gewalt und das leisten von Eiden rundweg ab. Sie lehnen Taufen im Kindesalter ab, weil als Voraussetzung für eine Taufe die bewusste Hinwendung  zu Christus gilt. Deshalb wurden sie auch als „Wiedertäufer“ bezeichnet. Simons lehnte apokalyptische Visionen ab und setzte dem eine Ethik der leidenden Liebe und eine strikte Ablehnung jeglicher Gewalt entgegen. Die Mennoniten lehne kirchliche Ämter hierarchien ab, die Ortsgemeinden sind weitgehend autonom. Es wird die klare Trennung von Kirche und Staat befürwortet.

In Ober- und Niederösterreich wurden 250 Täufer hingerichtet

Im Rahmen der oberösterreichischen Landesausstellung „Renaissance und Reformation“, die derzeit im Schloß Parz bei Grieskirchen gezeigt wird, wird auch ein kurzes Kapitel der Täuferbewegung gewidmet. Sie wurden auch im Land ob der Enns sowohl von Katholiken als auch den Protestanten verfolgt. Die Täufer waren vor allem im Raum Linz und Steyr konzentriert. In Ober- und Niederösterreich wurden rund 250 Anhänger der Täuferbewegung hingerichtet.

 

WM-Schiedsrichter Webb: War geistig und körperlich aufgelöst

Mittwoch, 14. Juli 2010

webb

Der englische Schiedsrichter Howard Webb hat das WM-Finale zwischen Spanien und den Niederlanden mit einem Höllenritt verglichen. „Das waren die schwersten zwei Stunden meiner Laufbahn“, sagte Webb der englischen Tageszeitung „Daily Mail“, die Spanien in der Verlängerung mit 1:0 gewann.

Er war zu milde

Webb musste zwölf Gelbe Karten zeigen, einmal sogar Gelb-Rot. Das war Rekord in einem Endspiel. Der Engländer zeigte sich nach dem Match „körperlich und geistig aufgelöst“. Obwohl er so viele Karten gezeigt hat, war er dennoch zu milde. Er hätte von Anfang an hart durchgreifen müssen. Zum Beispiel, als Nigel de Jong mit seinem Bein mit voller Kraft gegen den Brustkorb von Xabi Alonso getreten ist.

Holländer setzten auf Fouls

Die Spanier setzten die Holländer von Anfang an unter Druck, diese wussten sich nicht anders als mit Fouls zu helfen. Nur so konnten sie den spanischen Spielfluss stören. Doch selbst die vielen Fouls konnten die Niederländer nicht wirklich ins Spiel bringen. Der Sieg der Spanier war mehr als gerechtfertigt. Hätte Holland gewonnen, wäre das eine Niederlage für den Fußball gewesen.

Schlechte Schiedsrichterleistungen

Auch wenn Howard Webb zu milde war, so hat er doch das Finale halbwegs über die Bühne gebracht. Diese WM in Südafrika war vor allem von den schlechten Schiedsrichterleistungen überschattet. So zum Beispiel durch das nicht gegebene Tor von England gegen Deutschland oder das klassische Abseitstor von Argentiniens Carlos Tevez gegen Mexiko. Weiters gab es viele falsche Abseitsentscheidungen.

Qualität und Erfahrung haben Vorrang

Für diese schwachen Schiedsrichterleistungen trägt die FIFA die Verantwortung. Es hat keinen Sinn, aus falsch verstandenem Gutmenschentum Schiedsrichter aus aller Herren Länder heranzuziehen, denen die Qualifikation und die Erfahrung fehlt. Natürlich muss die Besetzung eine internationale sein, doch die Qualität geht vor. Zudem hat die WM die Notwendigkeit der Einführung  des Videobeweises deutlich aufgezeigt.

Liebe Knechte und Mägde Roms!

Freitag, 09. Juli 2010

agidius

Rom und seine Handlanger in Österreich haben nichts gelernt. Die Bischofsbestellungen laufen wie gewohnt ab. Wer konservativ ist, wird bestellt. Auf die Mitarbeiter und die Gläubigen wird nicht Rücksicht genommen. Die Bestellung von Ägidius Zsifkovics zum neuen Bischof von Eisenstadt belegt dies einmal mehr. Es ist wieder einmal eine Sauerei, die sich Rom gegenüber der Ortskirche leistet.

Der römische Zirkus erlebt immer wieder neue Auflagen

Der Kurswechsel weg vom II. Vatikanischen Konzil hat in Österreich 1979 begonnen. Unter Papst Johannes Paul II. Seitdem erlebt dieser Zirkus immer wieder neue Auflagen. Österreichs Gläubige, Mitarbeiter und Priester haben andere Vorstellungen von Kirche. Dies wurde mehrfach durch diverse Umfragen in den vergangenen Monaten belegt.

Das Leben ohne Rücksicht auf Rom leben 

Wie sollen die Gläubigen auf diese Schweinerei im Namen Gottes reagieren? Austritte sind eine schlechte Lösung, da sie die Kirche finanziell schwächen und damit den personellen Abbau guter Mitarbeiter zur Folge haben. Die Gläubigen sollten eine kirchliche Gegenwelt aufbauen. Sie sollen den Glauben und ihr Zusammenleben so gestalten wie sie es für richtig halten. Sie sollen mit ihren Kirchenbeiträgen Druck auf die Oberen machen. Es braucht Protest. Die pharisäerhafte Scheinwelt gehört entlarvt. Rom spricht von den „Brüdern und Schwestern im Herrn“. Diese Bezeichnungen sind Lug und Trug. Denn mit Brüdern und Schwestern im Herrn geht man anders um.  Die richtige Formulierung wäre „Knechte und Mägde Roms, zahlt, schweigt und seid dankbar, welche Gnade aus Rom Euch erteilt wird“. Eine Verhöhnung.

Welche Rolle spielte Schönborn? 

Der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn,  hat in der Causa der Missbrauchsfälle Profil gezeigt. Es ist aber auf seinen alten Kurs eingeschwenkt. Er vertritt die Linie von Papst Benedikt XVI. Solange Josef Ratzinger regieren wird, wird es auch keine Reformen geben. Alles andere ist eine Illusion.

Die jungen Deutschen überzeugten: Mental und spielerisch

Donnerstag, 08. Juli 2010

schweinsteiger

Niedergeschlagen, erschöpft und enttäuscht.  Die Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft ließen die Köpfe hängen. Die Spanier hatten ihnen gestern Abend bei ihrem 1:0-Sieg die Grenzen deutlich aufgezeigt. Der Sieg war verdient, das anerkannten selbst die deutschen Spieler und Verantwortlichen.

Die Leistung war grandios

Auch wenn der Einzug ins Finale am Sonntag verpasst wurde, die Leistung der jungen deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika war phänomenal. Ihr Potenzial war vor allem bei den Siegen gegen England (4:1) und Argentinien (4:3) zu sehen. Auch wenn man die Deutschen nicht mag, wie das so manche Österreicher tun, muss man ihre Leistungen neidlos anerkennen.

Löw ist der Kopf des Erfolgs

Sie haben gewissenmaßen undeutsch gespielt. Sie haben sich nicht nur – wie man das von ihnen gewohnt ist – diszipliniert und kämpferisch stark gezeigt, sie haben auch spielerisch und technisch überzeugt. Und sie waren von Teamtrainer Joachim Löw taktisch hervorragend eingestellt. Löw ist überhaupt der Kopf des Erfolgs. Er hat den Jungen eine Chance gegeben und sie so motiviert und eingestellt, dass sie eingeschlagen haben. Er hat an Spielern wie Klose oder Podolsky festgehalten, die während der Meisterschaft nicht überzeugen konnten. Im Nationalteam sind sie zur Hochform aufgelaufen.

Leider keine Wiederholung des Finales Deutschland-Niederlande

Natürlich hätte ich mir ein Finale Deutschland gegen Niederlande gewünscht. Es wäre eine Neuauflage des Endspiels von 1974 gewesen, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann. Ich war damals 15 Jahre jung und hatte die fünfte Klasse des Stiftsgymnasiums Wilhering mit lauter sehr gut abgeschlossen. Neeskens schoss damals das 1:0 aus einem Foulelfmeter, er knallte den Ball mitten aufs Tor. Gerd Müller erzielte mit einem typischen Müller-Tor mit einem flachen Rechtsschuss ins lange Eck den Siegestreffer zum 2:1.   

Aus jungen Unbekannten wurden neue Stars

Aber was nicht ist, kann noch werden. Südafrika hat aus relativ jungen unbekannten deutschen Spielern neue Stars gemacht. Sie werden ihren Weg gehen. Die Zukunft liegt noch vor ihnen.

Wer sich jemanden vertraut macht, muss auch Antwort geben

Mittwoch, 07. Juli 2010

mannundfrau

Ist Sex etwas Schlechtes? Diesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man das Interview des Dalai Lama mit der deutschen „Bild“-Zeitung liest, das das Blatt gestern aus Anlass des 75. Geburtstages mit dem Führer der tibetischen Buddhisten geführt hat. Auf die Frage, wie er zum Zölibat stehe, antwortet der Dalai Lama: „Als Mönch kann man sich so besser seinem Glauben widmen. Sex macht den Menschen gemein mit allen anderen Tieren. Ich bin ein Mensch, der für gewisse moralische Prinzipien steht. Das Zölibat ist etwas, was mich vom gewöhnlichen Tier unterscheidet.“

Für Mönche hat der Glaube Vorrang

Hat man keine Vorkenntnis des Dalai Lama und des Buddhismus zu diesem Thema, muss man den Eindruck bekommen, dass Sex für ihn etwas moralisch Verwerfliches ist.

Es ist natürlich klar, dass er persönlich als Mönch freiwillig auf die Ausübung der Sexualität verzichtet. Dies ist bei allen Mönchen aller Religionen so. Der Mönch will sich mit seinem ganzen Leben Gott bzw. seinem Glauben hingeben. Alles andere ist untergeordnet.

Sexualität braucht Sinn für Verantwortung

Die Aussage, dass Sex den Menschen gemein mit allen Tieren mache, dürfte auf einem Übersetzungsfehler beruhen. Denn dem Dalai Lama und dem Buddhismus geht es um den richtigen Umgang mit der Sexualität. So schreibt der Dalai Lama in seinem Buch „Das kleine Buch vom rechten Leben“ (Herder-Verlag) unter dem Kapitel „Sexualität braucht einen Sinn für Verantwortung“: „Sexualität ist Teil der Natur, ohne sie gäbe es die Menschheit nicht…….Man sollte nicht einfach nur die sexuelle Lust suchen, sondern auch einen Sinn für Verantwortung, einen Sinn für Verpflichtung haben……Als menschliches Wesen gehören wir den Gesetzen der Natur, doch zivilisierte sexuelle Beziehungen sollten nicht nur auf die vorübergehende Befriedigung gerichtet sein.“ Weiters spricht er sich für die Geburtenkontrolle aus. „Obgleich Kinder das Wichtigste im Familienleben sind, kommt der Geburtenkontrolle allergrößte Bedeutung zu. Für den Buddhismus ist jedes einzelne Leben überaus kostbar.“

Genießen der Sinnenfreuden contra Missbrauch

Für Buddha, den Religionsgründer, gibt es ein richtiges Genießen der Sinnenfreuden genauso wie den Missbrauch. Die einleitende Predigt im Anguttara Nikaya macht dies besonders deutlich: „Ihr Mönche, ich kenne keine einzige andere Gestalt oder Klang, oder Geruch, oder Geschmack oder Berührung, durch die eines Mannes Herz mehr angezogen wird als die einer Frau. Ihre Mönche, einer Frau Gestalt, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung erfüllen des Mannes Geist.

Ihr Mönche, ich kenne keine einzige andere Gestalt, Klang, Geruch, Geschmack und Berührung, durch die das Herz einer Frau mehr angezogen wird als durch eines Mannes Gestalt, Klang, Geruch, Geschmack und Berührung. Ihr Mönche, der Geist einer Frau ist mit diesen Dingen erfüllt.“