Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Die A……..-Krise

Mittwoch, 01. September 2010

arschloch

Unser Parlament ist in Gefahr. Denn der SPÖ-Abgeordnete Christian Faul hat am Wochenende dem Moderator des Weizer „Mulbratlfestes“ mit den Worten „Dieses A……..“ wird nicht begrüßt“ zu verstehen gegeben, an BZÖ-Landesobmann Gerald Grosz keine Grußworte zu richten. Nach einem Vier-Augen-Gespräch mit seinem Parteifreund und Landeshauptmann Franz Voves hat Faul sein Mandat umgehend zurückgelegt.

Möglicherweise hat Faul Recht

Ob der Rücktritt dem um seine Wiederwahl kämpfenden Voves den Landeshauptsessel sichern wird, wird sich am 26. September, dem Wahltag, herausstellen. Ob der Herr Landeshauptmann da nicht ein bisschen über das Ziel schießt? Hat er noch nie den Ausdruck A……. verwendet? Ist überhaupt erwiesen, dass Grosz kein A…….. ist? Möglicherweise hat Faul nur die Wahrheit gesagt. Möglicherweise hatte er schon Recht mit seiner Ansage an Grosz „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drin sein sollte“. Zugleich attestierte er ihm das „Sternzeichen Krokodil – große Pappen, kleines Hirn“. Wo genau die Wahrheit liegt, wir wissen es nicht.

Alle A……… sollten zurücktreten

Das Bedenkliche an dem Rücktritt von Faul ist, dass dieser Schritt schwerwiegende Konsequenzen nach ziehen müsste. Denn es kann ja nicht nur die Aussprache des Wortes A…….. verwerflich sein, sondern es müssten alle diejenigen zurücktreten, die tatsächlich A…….. sind bzw. sich wie A………. verhalten. Das könnten sehr viele sein. Bedenklich viele. Es könnte sein, dass sich das Parlament und die Regierungsbank rapide leeren. Aber die betroffenen Damen und Herren sind so verantwortungsvoll, diesen Schritt nicht zu setzen, denn ansonsten könnten sie die Demokratie wegen Funktionsunfähigkeit in eine Krise stürzen.

Die A….-Kriecher

Würde man zur Gruppe der A………. noch jene dazu nehmen, die sich zwar nicht wie A………. verhalten, aber in diese A………. hineinkriechen, droht der Gesellschaft der völlige Zusammenbruch. Da ist es dann wohl besser, die A………. und A……..-Kriecher bleiben in ihren Ämtern und Funktionen und die Dinge gehen ihren breitbeinigen Gang wie bisher.

Der Mensch is’ a Sau

Freitag, 27. August 2010

toiletten

Warum soll man dafür bezahlen, wenn man der Allgemeinheit etwas zurücklässt, vor allem wenn es sich um so wertvolle Produkte wie Urin und Kot handelt? Das denkt sich der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher. Schließlich ist der Abtransport von Müll, der in den Abfallkörben landet, auch kostenfrei. Diese Erfahrung musste die Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag machen, die auf einer ihrer Raststätten testweise 50 Cent für den Toilettenbesuch verlangt hatte. Aufgrund der heftigen Proteste wurde der Versuch abgebrochen.

nettetoiletten

Die Einführung der 50-Cent-WC-Gebühr hat sich bewährt

Zugegeben, ich habe früher ähnlich gedacht. Als ich vor einigen Jahren das erste Mal auf dem neuen Linzer Hauptbahnhof die Toilette aufsuchen wollte, musste ich dort 50 Cent einwerfen. Ich habe das damals als Abkassiererei empfunden. Ich war aber positiv überrascht, wie sauber und hygienisch das WC war. Kein Vergleich mit dem Klo am alten Hauptbahnhof, wo einem der Gestank von Urin und anderen menschlichen Ausscheidungen schon beim Öffnen der Eingangstür entgegenwehte. Die Einführung der WC-Gebühr hat sich bewährt.

Die Hauptbahnhof-Toilette ist wesentlich hygienischer als die auf der Promenade

Besonders augenscheinlich wird Unterschied, wenn man die Toilette auf dem Hauptbahnhof mit der neuen öffentlichen Toilette auf der Promenade beim Landhaus vergleicht. Beide sind neu, doch das WC auf dem Hauptbahnhof ist wesentlich hygienischer. Man trifft dort auch regelmäßig Putzpersonal an, während es einem beim WC auf der Promenade passieren kann, dass der Wasserhahn des Waschbeckens stundenlang rinnt, ohne dass er abgedreht wird.

Was kostet, wird mehr geschätzt

Offensichtlich ist es doch so, dass Dinge und Leistungen mehr geschätzt werden, wenn sie etwas kosten. Jeder Mensch ist angehalten, Vorurteile zu vermeiden, aber manche Toilettenbesucher verlassen ihre Wirkungsstätte so, dass einem nur noch der Spruch „der Mensch is a Sau“ einfällt.

Beides probiert, kein Vergleich

Die menschlichen Erfahrungen am Hauptbahnhof und an der Promenade haben mich zum Anhänger der 50-Cent-WC-Gebühr werden lassen. Beides probiert, kein Vergleich. Leider hat sich die Asfinag durch die Proteste zu schnell ins Bockshorn jagen lassen. Die 50 Cent sind allemal gerechtfertigt.

 

Wer gewinnt die Schlacht um die Herzen der Pakistani?

Sonntag, 22. August 2010

Pakistan Floods 

Wer den Pakistani jetzt rasch und umfassend hilft, wird die Schlacht um Pakistan und auch in weiterer Folge den Krieg in Afghanistan gewinnen.  Die USA und die Nato-Staaten sind im Begriff, die sich derzeit bietende Chance zu vertun. Denn die unter der katastrophalen Flut leidenden 20 Millionen Pakistani erleben jetzt am eigenen Leib, wer es gut mit ihnen meint oder wem es lediglich um die Macht geht.

Der Westen könnte die Kraft seiner Solidarität beweisen

Mit einer umfassend angelegten Hilfsaktion könnte der Westen beweisen, wozu Solidarität in der Lage sein kann. Die USA und die Nato-Ländern geben zwar Milliarden für Rüstungsgüter und den Krieg aus, doch für die Unterstützung der Bevölkerung gibt es vergleichsweise nur wenige Millionen. Sie sind drauf und dran, die Schlacht um die Herzen der Menschen zu verlieren. Die Islamisten sind wesentlich klüger. Sie verfügen zwar über wesentlich geringere Mittel, doch sie tun alles in ihrer Macht stehende, um den Pakistani zu helfen.

Warum verweigert unsere Bevölkerung die Spenden?

Traurig ist auch die geringe Spendenbereitschaft unserer Bevölkerung. Während für die Tsunami-Opfer vor einigen Jahren viele Millionen geflossen sind, bleiben die Geldbörsen für die Pakistani verschlossen. Der Grund dafür sind Vorurteile und die Berichterstattung der Medien. Die Pakistani sehen für viele Menschen aus wie muslimische Terroristen. Die Medienberichte über die Unterstützung für die Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan tun ein übriges. Außerdem gibt es wenig persönliche Kontakte in diese Region, was damals in Thailand, Indien, Indonesien und Sri Lanka anders war.

Die Pakistani sind ebenso Opfer wie die Tsunami-Geschädigten

Die Pakistani sind genauso Opfer und hilfsbedürftig wie die Menschen, die durch den Tsunami umgekommen sind. Doch die große Hilfe aus dem Westen bleibt aus. Es kann durchaus sein, dass die Rechnung, die der Westen für die vorenthaltende Hilfe einmal zahlen wird müssen, sehr teuer wird. Wer die Schlacht um die Herzen der Pakistani verliert, wird sowohl Pakistan als auch den Krieg in Afghanistan verlieren.

 

Nur der Würstelkocher fehlt zum Glück

Mittwoch, 11. August 2010

premium

Railjet nennt sich die Schnellzugverbindung der ÖBB, die beispielsweise auf der Strecke Wien-Zürich verkehrt. Für einen Aufpreis von 25 Euro zur ersten Klasse darf man im premium-Wagen Platz nehmen. Dieser ist sehr bequem, man kann gut mit dem Laptop arbeiten und man wird von einer ÖBB-Mitarbeiterin umfassend versorgt. Zum Beispiel mit Zeitungen oder mit kleinen Häppchen und Getränken.

Kein Würstelkocher in der Superklasse

Sie reicht auch die Speisekarte, wenn der Gast speisen möchte. Da ist zum Beispiel vom faschierten Braten mit Erdäpfelpüree die Rede. Weil der Hunger nicht so groß war, bestellte ich ein Paar Frankfurter. Doch die Zugbegleiterin riet davon ab. Denn die Würstel würden wahrscheinlich zerrissen sein, argumentierte sie. Denn sie müsse sie zum Erwärmen in die Mikrowelle geben. „Aber Sie werden doch einen Würstelkocher haben“, entgegnete ich. „Nein, den haben wir nicht“, antwortete sie. Ich verzichtete auf die Bestellung, denn Faschiertes am Vormittag war mir doch zu viel.

Die Moral von der G’schicht‘: Die Premium-Klasse ist vorzüglich ausgestattet. Wenn die ÖBB sich noch zum Ankauf eines Würstelkochers durchringen könnte, wäre das Paradies fast perfekt.

Ein Hoch der Speckknacker!

Donnerstag, 05. August 2010

speckknacker

Im Sommer werden gerne Wurstsalat und Essigwurst angeboten. Der Essig kühlt und macht Gusto auf diese Speise. Doch nicht selten wird einem etwas vorgesetzt, das geschmacklich mehr Ähnlichkeit mit Holzspänen als mit Wurst hat. Speziell bei Wurstsalaten werden Produkte verwendet, die einem die Bissen im Hals stecken lassen.

Kulinarischer Abstieg

Leider hat auch die Essigwurst einen starken kulinarischen Abstieg genommen. Vielen Wirten beliebt es, hier die fetthaltige Extrawurst zu verwenden, weil sie zu faul sind, sich um gute Knackwürste umzusehen. Sie bevorzugen es, Billigprodukte einzukaufen. Es ist heute schon ein wahres Wunder, wenn für die Essigwurst Knacker verwendet werden. Geradezu paradiesisch werden die Zustände, wenn die gute alte Speckknacker zum Zug kommt: Knackwürste mit kleinen, weißen Speckstückchen. Die Jüngeren wissen oft schon vielfach nicht mehr, was eine Speckknacker ist. Denn sie wird nur mehr von wenigen Fleischhauern hergestellt, die Wert auf Qualität legen.

Ein Aufruf

Für die echte Essigwurst dürfen nur Speckknacker verwendet werden. Ich rufe geradezu dazu auf, nur solch‘ eine Essigwurst zu essen. Darunter sollte man es nicht tun.

 

Warum ist die Westautobahn nicht durchgehend dreispurig?

Dienstag, 03. August 2010

autobahn

Eine Staulawine wälzt sich im Schritttempo dahin. Es ist 30 Grad heiß, der Sommer ist am Wochenende zurückgekehrt. Es ist Sonntag, der 2. August, Schauplatz Westautobahn ab Seewalchen Richtungsfahrbahn Wien. Hunderte und Tausende aus dem Großraum Linz wollen, von den Strandbädern und den Badeplätzen des Traun- und Attersee kommend, nach Hause.

Stillstand löst sich mit Schritttempo ab

Der Verkehrsfunk von Ö 3 verkündet zwar, dass die Unfallstelle im Gegenverkehrsbereich von Steyrermühl geräumt sei, doch es bewegt sich nichts. Stillstand löst sich mit Schritttempo ab. Es ist keine Besserung in Sicht. Die Autofahrer sind trotz der Hitze sehr diszipliniert. Es ist keine Spur von Aggressivität zu spüren, fast alle sind sehr geduldig, nur hin und wieder wechselt einer die Spur, um vielleicht doch einen kleinen Vorteil zu ergattern. Als wir uns der angeblichen Unfallstelle nähern, ist vom Zusammenstoß weit und breit nichts zu sehen. Die Trümmer sind längst weggeräumt, doch die Verkehrsüberlastung verhindert die Auflösung des Staus.

Erst als es dreispurig weitergeht, lösen sich die Kolonnen auf

Die Lawine von Autos und der Kolonnenverkehr lösen sich erst ab Sattledt auf, wo die Autobahn dreispurig wird. Erst ab hier wird wieder normales Fahren möglich. Das ist auch die Moral der Geschicht‘: Die Westautobahn ist überlastet, Staus wie der am Sonntag sind keine Seltenheit. Die Westautobahn sollte von Wien nach Salzburg durchgehend dreispurig sein, so wie sie sich in großen Teilen Niederösterreichs und zwischen Linz und Sattledt präsentiert. Die Politiker und die Autobahnbetreibergesellschaft ASFINAG hätten die Chancen dazu gehabt, denn diese Strecke wird derzeit erneuert und saniert. Das kostet viele Millionen. Doch es wäre sinnvoller gewesen, die Sanierung zum dreispurigen Ausbau zu nützen. Jetzt, wo sich die Sanierung dem Ende zuneigt, sind die zwei Spuren überlastet. Es fehlt an Weitsichtigkeit, die Verkehrsentwicklung wurde und wird einfach unterschätzt.

Wer sich jemanden vertraut macht, muss auch Antwort geben

Mittwoch, 07. Juli 2010

mannundfrau

Ist Sex etwas Schlechtes? Diesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man das Interview des Dalai Lama mit der deutschen „Bild“-Zeitung liest, das das Blatt gestern aus Anlass des 75. Geburtstages mit dem Führer der tibetischen Buddhisten geführt hat. Auf die Frage, wie er zum Zölibat stehe, antwortet der Dalai Lama: „Als Mönch kann man sich so besser seinem Glauben widmen. Sex macht den Menschen gemein mit allen anderen Tieren. Ich bin ein Mensch, der für gewisse moralische Prinzipien steht. Das Zölibat ist etwas, was mich vom gewöhnlichen Tier unterscheidet.“

Für Mönche hat der Glaube Vorrang

Hat man keine Vorkenntnis des Dalai Lama und des Buddhismus zu diesem Thema, muss man den Eindruck bekommen, dass Sex für ihn etwas moralisch Verwerfliches ist.

Es ist natürlich klar, dass er persönlich als Mönch freiwillig auf die Ausübung der Sexualität verzichtet. Dies ist bei allen Mönchen aller Religionen so. Der Mönch will sich mit seinem ganzen Leben Gott bzw. seinem Glauben hingeben. Alles andere ist untergeordnet.

Sexualität braucht Sinn für Verantwortung

Die Aussage, dass Sex den Menschen gemein mit allen Tieren mache, dürfte auf einem Übersetzungsfehler beruhen. Denn dem Dalai Lama und dem Buddhismus geht es um den richtigen Umgang mit der Sexualität. So schreibt der Dalai Lama in seinem Buch „Das kleine Buch vom rechten Leben“ (Herder-Verlag) unter dem Kapitel „Sexualität braucht einen Sinn für Verantwortung“: „Sexualität ist Teil der Natur, ohne sie gäbe es die Menschheit nicht…….Man sollte nicht einfach nur die sexuelle Lust suchen, sondern auch einen Sinn für Verantwortung, einen Sinn für Verpflichtung haben……Als menschliches Wesen gehören wir den Gesetzen der Natur, doch zivilisierte sexuelle Beziehungen sollten nicht nur auf die vorübergehende Befriedigung gerichtet sein.“ Weiters spricht er sich für die Geburtenkontrolle aus. „Obgleich Kinder das Wichtigste im Familienleben sind, kommt der Geburtenkontrolle allergrößte Bedeutung zu. Für den Buddhismus ist jedes einzelne Leben überaus kostbar.“

Genießen der Sinnenfreuden contra Missbrauch

Für Buddha, den Religionsgründer, gibt es ein richtiges Genießen der Sinnenfreuden genauso wie den Missbrauch. Die einleitende Predigt im Anguttara Nikaya macht dies besonders deutlich: „Ihr Mönche, ich kenne keine einzige andere Gestalt oder Klang, oder Geruch, oder Geschmack oder Berührung, durch die eines Mannes Herz mehr angezogen wird als die einer Frau. Ihre Mönche, einer Frau Gestalt, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung erfüllen des Mannes Geist.

Ihr Mönche, ich kenne keine einzige andere Gestalt, Klang, Geruch, Geschmack und Berührung, durch die das Herz einer Frau mehr angezogen wird als durch eines Mannes Gestalt, Klang, Geruch, Geschmack und Berührung. Ihr Mönche, der Geist einer Frau ist mit diesen Dingen erfüllt.“  

   

Dalai Lama, Du sollst lange leben!

Dienstag, 06. Juli 2010

geburt

Herzliche Gratulation! Der Dalai Lama feiert heute seinen 75. Geburtstag. Das ist nicht nur ein Freudentag für ihn selbst, sondern auch für seine Anhänger, Bewunderer und für die Welt.

Vorbild in mehrfacher Hinsicht

Das 1959 aus der Hauptstadt Lhasa geflüchtete geistliche Oberhaupt der Tibeter ist ein Vorbild in mehrfacher Hinsicht. Er versucht auf friedlichem Weg, eine gewisse Autonomie für die von China besetzte Heimat zu erreichen.  Dass der Widerstand gegen die Chinesen bisher relativ unblutig über die Bühne ging, ist ihm zu verdanken. Er versucht, trotz der über alle Welt zerstreuten Tibeter, die tibetische Kultur zu erhalten. Sie ist von großem Wert, denn die Welt kann von dieser wirtschaftlich genügsamen und der Natur verbundenen Lebensweise lernen.

Großartiger spiritueller Führer

Vor allem ist er aber ein großartiger spiritueller Führer, dessen Charisma über den gesamten Globus wirkt. Von seinen Feinden könne man Geduld und Toleranz lernen, sagt er.  Wirtschaftlicher Misserfolg soll die gute, offene mentale Einstellung nicht beeinträchtigen. Genügsamkeit befreit. Es geht um die geistige Einstellung zu den Dingen und Vorkommnissen. Geld, Reichtum und Ruhm können kein dauerhaftes Glück gewähren. Es kommt auf die Sichtweise und das innere Gleichgewicht an.

Entwicklung und Wandlung brauchen Zeit

Wandlung braucht Zeit. Der äußere Fortschritt kann schnell passieren, Computer, das Internet, handys machen vieles sehr schnell möglich. Doch die innere Entwicklung dauert ihre Zeit. Sie ist nicht einfach. Sie vollzieht sich Schritt für Schritt. Schwierige Erfahrungen sind eine gute Schule für den Geist.

Trotz des schwierigen Amtes, das der Dalai Lama inne hat, hat er seinen Humor, seine Ruhe und Gelassenheit nicht verloren. Er steht für Weisheit, Liebe und Mitgefühl. Wir wünschen ihm ein möglichst langes Leben, damit wir noch lange von ihm lernen können. Er bereichert uns und die Welt.

Die bierfesten Bayern sollten uns ein Vorbild sein

Montag, 05. Juli 2010

rauch

Bayerns Wirtshäuser bleiben rauchfrei. Das hätte man den passionierten Biertrinkern und Volksfestgehern nicht zugetraut. Doch das Ergebnis der Volksabstimmung ist eindeutig. 61 Prozent haben für das totale Rauchverbot gestimmt. Zwar hätte die Beteiligung höher als 37 Prozent sein können, doch Ergebnis ist Ergebnis.

Österreichs Wirte dürfen sich über Bayerns Entscheid freuen

Die Wirte im Innviertel wird’s freuen. Denn nicht wenige Bayern, die in der Nähe der Grenze zu Österreich wohnen, werden bevorzugt ins Nachbarland fahren. Österreich hat sowieso den Ruf, flexibler mit Gesetzen umzugehen. Das Tanken ist auch billiger als in Deutschland, sodass sich ein Ausflug zum Nachbarn lohnt.

Das österreichische Gesetz ist zahnlos

Österreichs Nichtraucherschutzgesetz, das seit 1. Juli definitiv in Kraft ist, ist ein typischer Kompromiss, der niemandem weh tut. Weder den Rauchern noch den Wirten. Es sind zwar abgetrennte Räume für die Nichtraucher vorgesehen, aber die Haupträume stehen noch immer den Rauchern zur Verfügung. Eigentlich sollte es umgekehrt sein. Nichtrauchen sollte der Normalstandard sein, wer aber unbedingt Rauchen will, sollte dies in einem getrennten Gastzimmer tun können.

Lobbies der Wirte und der Tabaktrafikanten zu stark

Dass sich das in Österreich in absehbarer Zeit ändern wird, ist nicht zu erwarten. Dazu sind die Lobbies der Wirte und der Tabaktrafikanten mit der Wirtschaftskammer im Hintergrund zu stark. Es bleibt die Hoffnung auf die EU. Sie sollte das Rauchen in Lokalen europaweit verbieten. Oder es bildet sich eine private Initiative, wie das in Bayern der Fall war, die eine Volksabstimmung durchsetzt. Aber es wäre keine ausgemachte Sache, dass auch die österreichischen Wählerinnen und Wähler Nein zum Rauchen sagen. Wunder sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Fussball-WM: Führt endlich den Videobeweis ein!

Montag, 28. Juni 2010

lampard

Alle Welt sieht es, nur die Schiedsrichter sehen es nicht. Der Schuss des Frank Lampard (Bild: sportschau.de) an den Querbalken in der 38. Spielminute schlug deutlich hinter der Torlinie auf. Doch den Engländern wurde das Tor vorenthalten. Deutschland konnte den 2:1 Vorsprung in die Pause retten und schickte England gestern schließlich mit 4:1 nach Hause.

Mexiko krass benachteiligt

Abends wurde dann Mexiko Opfer schiedsrichterlicher Fehlentscheidungen. Das 1:0 der Argentinier war eindeutig ein Abseitstreffer. Doch der Pfiff des Unparteiischen blieb aus und die bis dahin besseren Mexikaner gerieten in Rückstand, den sie nicht mehr aufholten.

Spielentscheidende Fehlpfiffe

Angesichts derartig schwerwiegender und spielentscheidender Fehlpfiffe ist die Einführung des Videobeweises unumgänglich. Es steht zu viel auf dem Spiel, dass man weiterhin so dilettantisch agieren darf. Millionen und Milliarden Zuseher auf den Fernsehschirmen sehen, wie sich die Dinge tatsächlich auf dem Platz abspielen. Fehlentscheidungen werden sofort offenbar. Doch der Weltfußballverband FIFA, angeführt von behäbigen, altgedienten Funktionären, lässt den Videobeweis nicht zu.  Wenn es noch eines deutlichen Fingerzeiges für dessen Einführung bedurft hätte, so war das am gestrigen Spieltag zwei Mal der Fall.