Alice Schwarzer am Montag in Linz
Mittwoch, 29. April 2009

Alice Schwarzer - am 4. Mai 2009 zu Gast bei Thalia Linz/Landstraße
Veranstaltung bei Thalia ausgebucht, aber vier Karten sind noch erhältlich. mail an josef.ertl@ertl-media.at
Die wohl bekannteste Feministin des deutschen Sprachraums, Alice Schwarzer, ist Montagabend, den 4. Mai 2009 um 19.30 Uhr zu Gast bei Thalia in Linz, Landstraße 41. Obwohl die Veranstaltung bereits voll ausgebucht ist, kann ich noch vier gute Sitzplatzkarten (kostenlos) offerieren. Die ersten vier mails an meine mail-Adresse josef.ertl@ertl-media.at erhalten die Karten.
Finanzielle Unabhängigkeit der Frauen
Schwarzer wurde Anfang der 70er Jahre durch ihre Kampagne für die Straffreiheit der Abtreibung bekannt.1977 erschien zum ersten Mal die von ihr gegründete Frauenzeitschrift “Emma”. In diesem Sommersemester hat sie eine Gastprofessur an der Wiener Universität für angewandete Kunst. Sie hält Vorträge zu den Themen “Pornographie und sexuelle Gewalt”, “Religiöser Fundamentalismus” und “Frauen und Männer”. Schwarzer kritisiert heute den geringen Anteil an Frauen in Führungspositionen. Der Druck der Medien, der Werbung und der Mode auf die Frauen, lebenslang jung und attraktiv zu wirken, zeige sich unter anderem in Essstörungen. Ferner beklagt sie die Tendenz zur Entblößung des weiblichen Körpers in der Frauenmode.
Kritik am Kopftuch
Schwarzer ist Gegnerin des islamischen Kopftuchs im öffentlichen Leben, zum Beispiel im Schulunterricht. Sie bezeichnet es als die “Flagge der islamistischen Kreuzzügler”, der “Faschisten des 21. Jahrhunderts”. Im Vergleich mit anderen religiösen Symbolen, beispielsweise dem christlichen Kreuz, unterscheidet sie, dass das islamische Kopftuch jeweils nur von Frauen getragen wird, teils unter Zwang. Schwarzer wendet sich gegen die von ihr befürchtete schleichende Islamisierung Europas und des damit einhergehenden Verlustes von bürgerlichen Freiheiten, Menschen- und insbesondere Frauenrechten. Die Entscheidung einer Frankfurter Richterin, eheliche Gewalt unter Berufung auf den Koran zu verharmlosen, ist nach Überzeugung von Alice Schwarzer “bei weitem kein Einzelfall”. Sie fürchtet eine Aufweichung des Rechtssystems und hat den Eindruck, dass eine falsche Toleranz grassiere.
Verbot von Pornographie
Schwarzer fordert ein weitgehendes Verbot von Pornographie, insbesondere im Rahmen der 1987 gestarteten PorNO-Kampagne.
Penis abgehackt
Sie begrüßte 1994 die Tat der US-Amerikanerin Lorena Bobitt, die ihrem schlafenden Mann John den Penis abgetrennt hatte, nachdem dieser sie angeblich betrogen, zur einer Abtreibung “gezwungen” und vergewaltigt hatte. Obwohl Lorena Bobitt einer Verurteilung nur wegen der Annahme geistiger Unzurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt durch die Geschworenen entging, und obwohl wegen der angeblich vorausgegangenen Vergewaltigung nicht einmal Anklage erhoben wurde, äußerte Schwarzer: “Sie hat ihren Mann entwaffnet. (….)Eine hat es getan. jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Frauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken (…..)Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!”
In der ÖVP rumort es. Nicht nur, dass die Differenzen zwischen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Obmann Josef Pröll immer deutlicher zutage treten, es wächst auch der Widerstand gegen Ernst Strasser als schwarzen Spitzenkandidaten für die EU-Wahl Anfang Juni. Die ehemaligen Parteiobmänner Josef Taus, Alois Mock, Wolfgang Schüssel, Wilhelm Molterer und die beiden prononcierten Europäer Ursula Plassnik und Franz Fischler unterstützen nun öffentlich den Listenzweiten Othmar Karas.
Der Religionsphilosoph und suspendierte Priester Adolf Holl lädt die Menschen dazu ein, selbst die großen Fragen des Lebens zu beantworten und sich ihre eigene Religion zu basteln.
Wenn der Staat von den Bürgern neue Steuer haben will, muss er selbst auch Leistungen erbringen und einsparen. Eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform ist überfällig.

