Archiv für September 2009

Zitat des Tages

Mittwoch, 30. September 2009

“Ich verstehe nicht, warum Leute Angst vor neuen Ideen haben. Ich habe Angst vor den alten.”

John Cage, amerikanischer Komponist und Künstler (1912-1992).

Der Energietherapeut Martin Weber zititert ihn am Ende seines neuen Buchs “Der Mensch im Gleichgewicht” (siehe untenstehenden Artikel).

“Das Zeitalter des Lichts bricht an”

Mittwoch, 30. September 2009

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Rund 270 Zuhörer waren Dienstagabend bei Thalia Linz vom Energietherapeuten Martin Weber fasziniert. Er ist überzeugt, dass die Zeit der Energiearbeit und des geistigen Heilens gekommen ist. 

“Diese Veranstaltung wird in die Geschichte von Thalia eingehen”, war Josef Leitner, Personalchef der IT-Abteilung der voestalpine,  begeistert. Der Energietherapeut Martin Weber hatte Dienstagabend die 270 Zuhörer bei Thalia Linz-Landstraße fasziniert.  Seine Vorstellung von Energiearbeit und geistigem Heilen fiel auf sehr fruchtbaren Boden. Bis gegen 23.30 Uhr war Weber mit dem Signieren seiner Bücher beschäftigt. 160 Exemplare seines neuen Werkes “Der Mensch im Gleichgewicht - Gesundheit neu gedacht mit Herz, Logik und Intuition” (Verlag Ennsthaler) gingen sofort über den Ladentisch. Ein neuer Rekord.

Nun beginnt die öffentliche Anerkennung

Weber war nach der Buchpräsentation müde und glücklich zugleich. Denn nach 12jähriger  Tätigkeit findet der mittlerweile 64-Jährige schrittweise jene öffentliche Anerkennung, die ihm lange verwehrt blieb. Besonders faszinierte das Publikum seine Demonstrationen von Energiearbeit an Zuhörern, die mit Leiden zu kämpfen hatten und die die öffentliche Behandlung nicht scheuten. So klagte eine ältere Dame über Tinnitus, ein 45-Jähriger hatte massive Bandscheibenprobleme, eine jüngere Dame litt schon seit Jahren an nicht endenwollenden Magenschmerzen. Weber holte sie auf die Bühne, tastete sie nach ihren Energiefeldern ab, versuchte die Energieblockaden zu lösen und wendete verschiedene Handgriffe an. Dabei erlärte er dem Publikum sein Handeln. Die Betroffenen betonten im Anschluß, dass es Ihnen nun besser gehe.   

Geistiges Heilen

Weber ist überzeugt, dass seine Zeit gekommen ist. Denn es komme das Zeitalter des Lichts. Das Trennende und Ausgrenzende sei dabei, sich dem Licht zu zeigen. “Geistiges Heilen kann man nicht verstehen, solange sich die Ursachenforschung auf die physische Welt beschränkt”, schreibt er in seinem Buch (Seite 34). “Geistiges Heilen gehört zu einer anderen Dimension. Diese Dimension durchdringt Raum und Zeit. So sind auch Spontanheilungen zu erklären.”

Energiearbeit half auch Zuhörern

Bereits vor der Buchpräsentation hatte Weber mir als Moderator angekündigt, dass auch andere als die am Podium behandelten Gäste von seiner Energiearbeit profiteren werden. Es wurde mir dies von Zuhörern am nächsten Tag bestätigt.

“Weg der totalen Konfrontation gescheitert”

Mittwoch, 30. September 2009

ratzi

Das Wahldesaster der SPÖ Oberösterreich hält Alt-Landeshauptmann Josef Ratzenböck für hausgemacht. Die SPÖ habe ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen könne.

“Die Wahlwerbung der SPÖ war eine totale Fehlleistung”, diagnostiziert Alt-Landeshauptmann Josef Ratzenböck den Ausgang der oberösterreichischen Landtagswahl vom Sonntag. “Man kann nicht den Anspruch auf den Landeshauptmann stellen, wenn man weiss, dass die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher den Haider ablehnen und den Pühringer wollen.” Sämtliche Meinungsforschungsinstitute hätten nämlich festgestellt, dass 65 Prozent Pühringer wollen und 15 Prozent Haider. Haider sei nicht einmal von den eigenen Anhängern als Landeshauptmann bevorzugt worden. 

Die Wähler wollten keine Kursänderung

Außerdem habe Haider eine Änderung der politischen Linie im Land verlangt. “Das war sehr unglücklich”, denn die bisherige Politik habe Oberösterreich an die Spitze aller Bundesländer geführt. Sowohl wirtschaftlich als auch sozial. Zudem habe die ÖVP mit Josef Pühringer den idealen Kandidaten an der Spitze gehabt. “Er hat 15 Jahre lang bewiesen, dass er das Land steuern kann.”

2009 mit 1979 vergleichbar

Immer, wenn die SPÖ den Anspruch auf den Landeshauptmann gestellt habe, habe sie verloren, erinnert sich der inzwischen 80 Jahre alte Ratzenböck, der seit 1953 in der Politik ist,  an die eigene Geschichte. 1979, als er gegen den damaligen SP-Spitzenkandidaten Rupert Hartl angetreten sei, habe er einen Kantersieg gefeiert. Bei der Nationalratswahl im Mai 1979 habe die SPÖ mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen, die ÖVP gerade einmal 40 Prozent. Fünf Monate später bei der Landtagswahl im Herbst 1979 war es genau umgekehrt: Die ÖVP erzielte 51,6 Prozent, die SPÖ 40 %. “Rupert Hartl war damals auch überzeugt, es gegen die ÖVP zu schaffen.”

“Leute wollen Arbeit sehen und nicht Streit”

Ratzenböck hält auch den Kurs der totalen Konfrontation, den Erich Haider gefahren sei, für falsch und gescheitert. “Die Leute wollen, dass gearbeitet wird und dass man sich nicht gegenseitig beschimpft.”

Potenzielle Nachfolger müssen sich bewähren

Wer soll Josef Pühringer in vier, fünf Jahren als Landeshauptmann nachfolgen? Ratzenböck: “Es ist jetzt noch zu früh, denn wenn man die oder den Nachfolger bekannt gibt, ist der amtierende Landeshauptmann wertlos.” Es sei auch unklug, denn durch eine Vorentscheidung verliere man viele Arbeiter im “Weinberg des Herrn.” Im Kreis der in Frage kommenden Kandidaten solle es ein gesundes Konkurrenzverhalten geben. “Sie müssen alles geben, sie müssen sich bewähren”, so Ratzenböck, der mit der Entscheidung bis zuletzt zuwarten möchte.

Zur Erinnerung das Endergebnis: ÖVP 46,8 Prozent (plus 3,3 %), SPÖ 24,9 Prozent (minus 13,4 %), FPÖ 15,3 Prozent (plus 6,9 %), Grüne 9,2 Prozent ( plus 0,1 %), BZÖ 2,8 %.

Der Absturz eines Fähigen

Montag, 28. September 2009

erichhaider 

Er setzte an zum großen Sprung. Seit Jahren hatte er kontinuierlich und konsequent auf sein großes Ziel hingearbeitet: die erstmalige Eroberung des Landeshauptmanns für die Sozialdemokraten. Doch das Ergebnis für Erich Haider war ein dramatischer Absturz. Die oberösterreichische SPÖ fiel am Sonntag mit einem Minus von mehr als 13 Prozent und einem Stimmenanteil von 25 Prozent auf den tiefsten Stand seit 1945. Die Zahl der Regierungssitze wurde von vier auf zwei halbiert, dazu kam der Verlust von acht Landtagssitzen. Haider „Das ist meine erste große Niederlage. Die muss ich nun verdauen und verarbeiten.“

Selbst in der Stunde der historischen Niederlage zeigte der Mühlviertler Größe. Schwer gezeichnet, nahm er den medialen Spießrutenlauf auf sich und absolvierte persönlich alle Interviews am Wahlabend. Er stellte sich hin und sprach von einer „sehr, sehr schweren Niederlage“. Kein Wort der Kritik an der  Bundes-SPÖ und der Regierung, obwohl diese natürlich auch mitverantwortlich ist. In der Landesparteizentrale in der Linzer Landstraße 36 versuchte er Gelassenheit auszustrahlen – der Begräbnisstimmung zum Trotz.

Umfragen täuschten

Mit einem Stimmenverlust hatte der 52-jährige Haider gerechnet. „Unsere Umfragen zeigten für uns zwischen 32 und 34 Prozent. Aber wir haben erwartet, dass die ÖVP wesentlich mehr verliert.“ Deshalb gab er selbst noch am Wahlsonntag die Losung aus, die SPÖ werde stimmenstärkste Partei werden.

Haider rätselt über die Ursachen

Die Ursachen für den Absturz bleiben dem SPÖ-Landesparteivorsitzenden  unklar. Hat er Fehler gemacht? „Es ist schwer zu sagen. Niemand hat an unseren Themen wie Jugendbeschäftigung, Pflegevorsorge, Verlängerung der Hacklerregelung, etc. gezweifelt. Die Stimmung bei den Hausbesuchen war gut.“ Im tiefschwarzen Rohrbach im Mühlviertel seien zur SP-Veranstaltung 3500 Besucher gekommen, zur VP lediglich 1500. „Die Niederlage ist nicht mit einfachen Worten zu erklären. Das ist keine einfache Analyse.“ Scheinbar stimme das oberösterreichische Sprichwort „Wer schimpft, der kauft“. Viele hätten ihm ihr Leid und ihren Ärger über die ÖVP geklagt, gewählt wurden die Konservativen aber offensichtlich trotzdem.

Landeshauptmannfrage spielte der ÖVP in die Hände

Haiders langjähriger Mentor, der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch, hat schon eine Erklärung. Er hält es für einen Fehler, dass Haider die Landeshauptmann-Karte gezückt hat. Das habe er mit der Aussage, stärkste Partei werden zu wollen, getan. „Die ÖVP hat dann diese Karte total gespielt.“ Haiders Wahlkampf war widersprüchlich. Denn auf der einen Seite führte die SPÖ einen reinen Themenwahlkampf und plakatierte Slogans wie „Gegen den Ausverkauf“, auf der anderen Seite erhob Haider doch den Anspruch Landeshauptmann zu werden. Damit öffnete er der ÖVP Tür und Tor, die ihren Wahlkampf wegen der guten Werte für Josef Pühringer rein auf die Person des Landeshauptmannes zugeschnitten hatte. Und zugleich warnte sie die Bürger vor einem Führungswechsel im Land, da Haider sich von der FPÖ zum Landeshauptmann wählen lassen würde.  Dobusch: „Das erklärt einen Teil der Verluste.“ Landesgeschäftsführer Christian Denkmaier, der als Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Neumarkt im Mühlkreis mit 66 Prozent grandios bestätigt wurde, betont die dahinter steckende Motivation: „Wir wollten signalisieren, dass wir uns mit der Rolle des Zweiten nicht auf ewig abfinden wollten.“  Seit 1945 dominieren die Konservativen das Land.

Differenzen mit Faymann über Verhältnis zur FPÖ

Ein Momentum, das Haider auch geschadet hat, waren die unterschiedlichen Aussagen in der SPÖ zum Verhältnis zur FPÖ. Während Bundeskanzler Werner Faymann und die wesentlichen Bundesspitzen eine Koalition mit den Freiheitlichen dezitiert ablehnten, hielten Haider und seine Mannen die Variante mit der FPÖ offen. Bei der Regierungsklausur der SPÖ-Fraktion Anfang September in Linz konnten die Differenzen kaum überbrückt werden.

Sozialdemokraten europaweit in der Krise

Dobusch sieht die europäischen Sozialdemokraten in einer tiefgreifenden Krise. Denn auch die deutsche SPD sei mit Verlusten von elf Prozent auf 23 Prozent gefallen. Aber auch die portugiesischen Genossen hätten bei den Parlamentswahlen am Sonntag schwere Verluste eingefahren. „Wir Sozialdemokraten haben grundsätzliche Probleme. Die zu beantworten ist schwer.“ Geschäftsführer Denkmaier ist überzeugt, dass die Weltwirtschaftskrise den Sozialdemokraten auf den Kopf fällt. „Unsere Glaubwürdigkeit ist hier eine begrenzte, weil wir den Casinokapitalismus teilweise mitverwaltet und gestaltet haben.“ Und in Zeiten der Krise feierten offensichtlich konservative Rezepte fröhliche Urständ‘, da der SP zuwenig Wirtschaftskompetenz zugesprochen werde. Dagegen sei die SP dann gefragt, wenn es um Verteilungsgerechtigkeit gehe.

Integrationsfrage treibt der FPÖ die Wähler in die Hände

Wie schon in Vorarlberg, wo die SPÖ von 16 auf 10 Prozent abgestürzt ist, wurde auch im Land ob der Enns deutlich, dass die Sozialdemokraten ein Problem mit der Integrationspolitik haben. Besonders augenscheinlich wurde das in Wels, der zweitgrößten Stadt Oberösterreichs, die über einen hohen Ausländeranteil verfügt und politisch traditionell eine SPÖ-Hochburg ist. Die SPÖ verlor rund 19 Prozent der Stimmen und landete bei 35,7 Prozent, wogegen die Freiheitlichen überraschende 29 Prozent erzielten. Bürgermeister Peter Koits verlor in der Direktwahl fast 30 Prozent und muss in die Stichwahl gegen FP-Kandidat Bernhard Wieser, der 29 Prozent erhielt und vor sechs Jahren nicht einmal die Zehn-Prozent-Marke erreicht hatte. Koits: „In den Städten ist Integration das Thema schlechthin.“

Sein Einsatz in den ausländerstarken Stadtteilen wurde nicht honoriert 

Haider betont am Wahlabend, er habe das Problem schon vor der Wahl erkannt und ein Programm für die Integration ausgearbeitet, aber: „Man hätte das viel früher regeln müssen.“ Er wusste um die Gefahr, dass in Stadtteilen mit einem hohen Ausländeranteil die Gefahr groß war, dass traditionelle SPÖ-Wähler zu den Freiheitlichen wechseln. Gemeinsam mit den anderen drei Landesräten und den zuständigen SPÖ-Bürgermeistern führte er dort Bürgerversammlungen durch. „Ich bin mehrfach durch die Wohnungen und Wohnblöcke gegangen und habe alle Klagen gesammelt.“ Honoriert wurde ihm dieses Engagement nicht. Laut Nachwahlanalyse wanderten 45.000 der 299.000 SPÖ-Wähler von 2003 zur FPÖ ab, 33.000 zur ÖVP.

Traditionell sozialdemokratische Themen zogen nicht

Erich Haider und seine Mitstreiter gaben alles. Sie setzten auf traditionell sozialdemokratische Themen wie Gerechtigkeit und Solidarität und sie scheiterten grandios. Hundertausende Betriebs- und Hausbesuche wurden nicht honoriert. Ein frustrierendes Unterfangen. Haider führte einen ähnlichen Wahlkampf wie bei seinem Erfolg vor sechs Jahren, als er rund 10 Prozent der Stimmen hinzugewann. Er präsentierte sich als Schutzschild für die sozial Schwächeren. Die kleinen Leute waren sein Anliegen, kam er doch selbst aus kleinen Verhältnissen. Sein Vater war Bauarbeiter und Betriebsrat, er setzte große Stücke auf seinen Sohn, verlange viel von ihm und förderte ihn. 20-Jährig wurde Erich Haider 1977 Organisationssekretär der SPÖ Oberösterreich. Mit unglaublich viel Fleiß und Engagement arbeitete er sich nach oben. 1983 wurde er Bezirksparteisekretär in Linz, nebenbei studierte er Informatik, was alles andere als ein einfaches Studium ist. Seit dieser Zeit rührt auch die Verbindung mit Bürgermeister Franz Dobusch, der ihn 1993 in den Stadtsenat berief.

Förderer Dobusch und Hochmair

1997 holte ihn der damalige SPÖ-Landesvorsitzende und Landeshauptmannstellvertreter Fritz Hochmair in die Landesregierung. 1998 wurde Haider Landesparteiobmann. Er übernahm eine in drei Lager gespaltene SPÖ. Denn Karl Frais, heute Klubobmann und Josef Ackerl, heute Soziallandesrat, hatten mit Hochmair um die Parteiführung gerittert.

Er einigte die zerstrittene Landes-SP

„Mein großes Verdienst ist die Einigung der Partei und die klare inhaltliche Ausrichtung.“  Haider änderte den Kurs der Landes-SP, die sich mit ihrem Dasein als zweite Kraft arrangiert hatte, löste sich aus der Umarmung der ÖVP und gab die Devise aus, den Landeshauptmann zu erringen. Dabei war er nicht zimperlich, was bei der ÖVP erhebliche Irritationen auslöste, die nach der Wahl 2003 zur Bildung der schwarz-grünen Koalition führten. „Seit dem Zeitpunkt, als er die Chance sah, Landeshauptmann zu werden, hat er nur mehr gnadenlosen Populismus und dirty campaining betrieben“, begründet der schwarze Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl die Abkehr der ÖVP. „Er hat nun die Rechnung bekommen, die viel schärfer ausgefallen ist als je zuvor“, freuen sich die Schwarzen ebenso sehr über den Misserfolg Haiders wie über den Sieg Pühringers. Der Landeshauptmann hält ihm vor, es mit der Wahrheit nicht genau zu nehmen.

Schüssel als Garant für den Wahlerfolg Haiders

Haiders Aufstieg war lange Zeit nicht zu bremsen. Die schwarz-blaue Koalition unter Kanzler Wolfgang Schüssel trieb ihm die Wähler förmlich in die Hände. Den Erfolg von 2003 verdankte er vor allem der Pensionsreform und der vollständigen Privatisierung der voestalpine. Dann betrieb Pühringer die Privatisierung der landeseigenen Energie AG, was wiederum Wasser auf den Mühlen Haiders bedeutete. Doch Anfang 2008 zog die ÖVP die Notbremse und blies den geplanten Börsegang ab. Diese Entscheidung bedeutete eine Kehrtwende in der Landespolitik. Von da an tat sich Haider schwer, die ÖVP betrachtete diese Entscheidung als ersten Schritt für den Wahlkampf 2009. Im Juni 2008 kam Haider auch sein innerparteilicher Reibebaum Kanzler Alfred Gusenbauer abhanden. Nachdem er nicht in das SP-Regierungsteam berufen worden war, benutzte Haider den eigenen Kanzler, um sein soziales Profil zu schärfen.

Kein Charismatiker, aber er mag die kleinen Leute

Ein großer Charismatiker war Erich Haider nie. Aber er mochte die Menschen und die kleinen Leute waren sein Anliegen. Körperliche Arbeit machte ihm nichts aus, die kannte er von seiner Jugend. Als er in Mauthausen Haus baute, war er des öfteren mit der Scheibtruhe und im blauen Arbeitsoverall anzutreffen. Er arbeitete in der voestalpine, um den dortigen Hacklern seine Solidarität zu beweisen. Privat gehört seine Liebe vor allem seinen beiden Kindern. Die Tochter hat Veterinärmedizin studiert, den Sohn holte er, wenn es irgendwie ging, von der Schule ab und er brachte ihn persönlich ins Eishockey-Training. Sein Aufstieg ist ihm nie in den Kopf gestiegen. Er liebt Hausmannskost, trägt Anzüge von der Stange und tarockiert regelmäßig mit Mühlviertler Freunden. Er ist Katholik und verehrte besonders den früheren Linzer Bischof Maximilian Aichern, der sich stark um die Arbeiterpastoral bemühte und den Haider als „Vorbild“ bezeichnete. Haider sieht in Jesus den „ersten Sozialdemokraten“.

“Es kommt im Leben alles zurück”

Als er im Juli 2008 in einem Interview gefragt wurde, ob es Konsequenzen für Fehler gäbe, die man gemacht habe, antwortete er: „Es kommt einem alles im Leben zurück. Das ist meine Lebensphilosophie. Alles, was man Gutes tut, kommt einem zurück. Aber auch alles Schlechte. Allerdings dann, wenn man es am wenigsten brauchen kann.“

Zitat des Tages

Montag, 28. September 2009

“Es gibt nur eine wirkliche Sünde, und die besteht darin, dass man sich einredet, das Zweitbeste sei etwas anderes als das  Zweitbeste.”

Doris Lessing

Zitat des Tages

Freitag, 25. September 2009

“Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken.”

Mahatma Ghandi

Energieblockaden führen zu Verletzungen und Erkrankungen

Freitag, 25. September 2009

gottwald

Sein Werkzeug ist die Intuition. Der Energietherapeut Martin Weber (rechts im Bild mit dem Nordischen Kombinierer Felix Gottwald) spürt Energieblockaden auf und kann dort heilen, wo andere scheitern.

Martin Weber ist Energietherapeut. Weil seine Heilerfolge unübersehbar sind, kommen viele Sportler zu ihm. Und er kann vielen helfen. So war zum Beispiel am vergangenen Mittwoch eine bekannte österreichische Schisportlerin mit ihrem Kind bei ihm.

Denken ist Energie

Wie schaut das Weltbild aus, von dem der 60-jährige Marchtrenker Weber ausgeht? “Mein Weltbild ist die Einheit, ist ein ganzheitliches”, schreibt er. “Unser Denken ist Energie, aber auch unser Körper. Diese Energie fließt durch unseren Körper und verbindet alle Organe, Gelenke, Muskeln, Gefäße etc. Wenn nun in einem Teil unseres Körpers energetisches Ungleichgewicht herrscht, kommt es zu körperlichen Blockaden, die sich irgendwo im Körper als Schmerzen auswirken können. Diese Schmerzen spüren wir nicht unbedingt dort, wo die Blockaden sind, sondern oft an anderen Stellen. Zum Beispiel: Schmerzen im Knie deuten oft auf einen Energiemangel in einem Organ hin und es wäre reine Symptombehandlung, sich nur auf das Knie zu konzentrieren, auch wenn schon Veränderungen am Gelenk sichtbar sind. Für mich ist der erste Schritt herauszufinden, welche Organe betroffen sind.

“Mein Werkzeug ist die Intuition”

Mein Werkzeug ist die Intuition, ich spüre die Energieströme im Menschen. Wenn nun dieses Organ energetisch aktiviert wird, wird auch dieses Gelenk wieder mit Energie versorgt und schmerzfrei. Das zeigt uns wieder, dass alles mit allem verbunden ist, dass jedes Organ, jeder Muskel mit jedem Gelenk verbunden ist. Jede energetische Unterversorgung eines Organs führt zu Spannungen im Körper und es kann zu einer Verschiebung der Wirbelsäule bzw. Verdrehung des Bewegungsapparates kommen.

Den Körper energetisch ins Gleichgewicht bringen

Vor allem bei Knochenbrüchen, gerissenen Bändern und bei allen Verletzungen des Bewegungsapparates ist es notwendig, den ganzen Körper energetisch ins Gleichgewicht zu bringen. Dadurch werden Spannungen gelöst und der Körper lässt sich mit sanften Bewegungen einrichten.”

Buchpräsentation ausgebucht

Martin Weber hat seine Erfahrungen und sein Denken im Buch “Der Mensch im Gleichgewicht” niedergeschrieben (Verlag Ennsthaler). Er präsentiert es am Dienstag, 29. September um 19.30 Uhr bei Thalia Linz-Landstraße. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Das Selbstvertrauen ist der größte Schatz

Mittwoch, 23. September 2009

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Der Dalai Lama und der Kapitalismus, Teil 5.

Ehrlich erworbener Gewinn ist ein ehrenwertes Ziel.

Für den Dalai Lama ist Gewinn ein “ehrenwertes Ziel, solange er mit ehrlichen Mitteln geschaffen wird. Das sagt er im Kapitel “Gewinn, Arbeitsplätze - oder Glück?” seines Buches “Führen, Gestalten, Bewegen”. “Die Aussage, dass die Aufgabe eines Unternehmens darin besteht, Gewinn zu erzielen, ist für ihn ungefähr genauso sinnvoll wie die Aussage, dass die Aufgabe eines Menschen darin besteht zu essen oder zu atmen. Wenn ein Unternehmen Verlust macht, stirbt es, genau wie ein Mensch, der nichts mehr isst. Das bedeutet aber nicht, dass der Sinn des Lebens im Essen besteht.”

Unternehmen sollen zum Wohl der Gesellschaft beitragen

Gewinn ist für den Dalai Lama eine überlebensnotwendige Voraussetzung, doch der Sinn eines Unternehmens besteht darin, zum Wohl der Gesellschaft als Ganzes beizutragen. Er findet es für sinnvoll, wenn Unternehmen ihre Aufgabe als “Gewinnung und Befriedigung von Kunden” definierten und auf dem Weg dorthin verantwortlich handelten, statt sich auf die Maximierung des Aktionärsvermögens zu beschränken. Zu verantwortlichem Handeln gehört auch, einen gesunden Gewinn zu erzielen und zufriedenstellende Zuwächse des Aktionärsvermögens zu erwirtschaften.

Schlechte Taten holen uns früher oder später ein

Arbeit genießt im Buddhismus einen hohen Stellenwert. Die erste Aufgabe eines  Menschen besteht darin, sich um sich selbst zu kümmern, die nächste, anderen zu helfen. Im Leben geht es darum, mit guten Absichten zu handeln. Das bloße Anhäufen von Reichtümern gilt als falsche Nutzung des Wohlstands. Der Dalai Lama kritisiert die im Westen oft verbreitete Ansicht, man könne Schlechtes tun und sich damit ein Leben in Luxus und Glück ermöglichen. Buddhisten sind dagegen der Auffassung, dass unsere schlechten Taten uns früher oder später einholen werden.  

Buddha: Ein einfaches, aber angenehmes Leben führen

Das Streben nach Erfolg und Gewinn darf aber nicht die spirituelle Freiheit und Entwicklung beeinträchtigen. Die Erkenntnis, die zu spiritueller Freiheit führt, meint das Verständnis, dass das Vermögen größer oder kleiner werden kann aus Gründen, auf die der Einzelne keinerlei Einfluss hat. Es ist völlig in Ordnung, sich zu freuen, wenn unser Vermögen wächst, doch wäre es falsch, unglücklich zu werden, wenn es schwindet. In seiner Jugend war Buddha der Ansicht, er könne glücklich werden, indem er sich in einen Wald zurückzog und sich dort beinahe zu Tode hungerte. Er stellte jedoch fest, dass dies nicht der Fall war und kam zu dem Schluss, dass dies nicht der richtige Weg sein könne. Er riet deshalb den Mönchen und Nonnen, ein einfaches, aber angenehmes Leben zu führen.

Es lassen sich nie alle Bedürfnisse befriedigen

Während die Maslow’sche Bedürfnispyramide darauf baut, dass Glück durch die Befriedigung  der Bedürfnisse aller fünf Stufen erreicht werden kann, meint dagegen der Buddhismus, dass sich die Bedürfnisse nie vollständig  befriedigen lassen. Nach buddhistischer Auffassung müssen auch nicht die anderen die Bedürfnisse des Ich befriedigen, sondern umgekehrt: Wir sind nur dann glücklich, wenn wir die Bedüfnisse anderer befriedigen.

Das Selbstvertrauen ist der größte Schatz

Ein Pessimist kann durch geistige Schulung sein Selbstvertrauen stärken und glücklicher werden. Buddha erklärte: “Der größte Schatz, den ein Mensch besitzen kann, ist sein Selbstvertrauen.”

Die Liebe zum Nazi-Gruß und zum Führer-Prinzip eint die Bosse der Formel 1

Dienstag, 22. September 2009

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“Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.” Dieses Sprichwort trifft auf den schillernden Italiener Flavio Briatore (im Bild mit seiner Gattin Elisabetta Gregoraci) zu. Nun ist er über seine Machenschaften, die er sein Leben lang betrieb, gestolpert. Der Internationale Automobil-Verband (Fia)  hat den Teamchef des Rennstalles Renault lebenslang von der Formel 1 ausgeschlossen. Denn er hat den GroßenPreis von Singapur manipuliert. Er wies seinen Fahrer Nelson Piquet jun. an, einen Unfall zu inszenieren, dass Ferdinando Alonso im zweiten Ranault 2008 der erste, so dringend benötigte Sieg gelang.

Sein System war die Abzocke

Anno Hecker von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) bechreibt Briatore so: “Er betreib ein Spiel mit doppeltem Boden. Die für Zuschauer unterhaltsame Show. Briatores Wandel zwischen den Welten getunter Boliden und aufgemotzter Models war nicht etwas Ausdruck ungezügelter Lebensfreude. Sie diente ihm zur Konstruktion seines Systems, bildete den Unterbau für eine zwei Jahrzehnte währende Abzocke.” Wie kein anderer in der Formel 1 habe er dabei den Jetset mit seinem Geschäft verknüpft, er habe Privates für Berufliches genutzt. Die Schönheiten an seiner Seite hätten ihn dorthin gebracht, wo kein anderer Teamchef gelandet sei. “Im Sporteil war ich oft. Auf die Titelseiten hat mich meine Freundin gebracht.”

Briatores Aufstieg ist von “Leichen” gepflastert

Zeit seines Lebens ging Briatore dubiosen Geschäften nach. Im Zuge einer Ermittlung  gegen organisierte Falschspieler wird er in zwei Verfahren der Vermittlung reicher Zocker verdächtigt. Er wird zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Briatore entzieht sich und flüchtet auf die Jungferninseln. Eine Amnestie macht den Weg frei zurück nach Italien und in die Formel 1. Er bekannte ganz offen: “Die Formel 1 ist für mich kein Hobby und auch kein Sport, das ist ein Geschäft.” Seine Skrupellosigkeit und seine Nähe zum Chefmanager Bernie Ecclestone sind der Schlüssel für seinen Aufstieg, der von vielen “Leichen” gepflastert ist. Von Alexander Wurz über jarno Trulli, Jenson button, Giancarlo Fisichella bis hin zu Nelson Piquet jun. reicht die Liste der Fahrer, die sich von ihm verraten fühlen. “Er war mein Henker”, sagt Piquet jun. “Er ist ein obszöner Mensch, der Piloten bedroht”, sagt Jean Alesi.

Der Nazigruß eint Briatore, Ecclestone und Max Mosley

Mit Formel-1-Boß Bernie Ecclestone eint Briatore die Vorliebe für das Führerprinzip. Ein Kameramann filmte ihn im Fahrerlager beim Hitlergruß. Später bestritt er, den rechten Arm überhaupt erhoben zu haben. Aber ein Blick auf den Monitor stärkte sein Erinnerungsvermögen. Aber nicht nur Briatore und Ecclestone haben eine Schwäche für die Nazis. Automobil-Boss Fia-Präsident Max Mosley wurde durch ein Video weltweit bekannt, das ihn bei einer sado-masochistischen Nazi-Orgie zeigte. In einer Nazi-Uniform und in schroffem deutschem Militärton hat er Prostituierte, die in Häftlingskleidung waren, gezwungen, seine Peitsche zu spüren.

Österreichs Energietherapeut Nr. 1 Martin Weber präsentiert sein neues Buch

Montag, 21. September 2009

weber

Nicht die Seele macht uns krank, sondern unsere negativen Emotionen wie Ängste, Neid etc. Martin Weber löst die Energieblockaden im Körper, deren Folgen bei Nichtauflösung sich in Krankheiten auswirken. Am Dienstag, 29. September präsentiert er um 19.30 Uhr sein neues Buch “Der Mensch im Gleichgewicht” bei Thalia Linz-Landstraße. Moderation: Josef Ertl. Anmeldungen für kostenlose Platzkarten unter 0732/7615-570 oder service.linz@thalia.at.

Er ist Österreichs Energetiker Nr. 1. Hermann Maier, Andi Schifferer, Hilde Gerg, dazu Ausnahmeathlet Felix Gottwald: Alle sind seit Jahren Stammkunden bei Österreichs Energietherapeut Nr. 1 Martin Weber. Er spürt aus dem Bauch heraus, was den Menschen gut tut.

Jede Krankheit hat ihren Ursprung in Emotionen

Weber, der in Marchtrenk bei Wels wohnt, präsentiert am Dienstag, 29. September 2009 um 19.30 Uhr bei Thalia Linz-Landstraße sein neues Buch “Der Mensch im Gleichgewicht”. Webers Grundthese ist folgende. Nicht die Seele macht uns krank, ganz im Gegenteil. Sie ist das Göttliche in uns. Krank machen uns viel mehr unsere negativen Emotionen und Gefühle wie Zorn, Neid, Enttäuschung, Missgunst, Ärger, Ängste. “Meine Philosophie ist, dass jede Krankheit in den Emotionen ihren Ursprung hat. Emotionen geben oder nehmen uns Energie. Und wenn der Mensch das erkannt hat, ist der erste Schritt zum Heil-Sein geschehen”, sagt Weber.  

Moderne Medizin ist nur Symptombekämpfung

“Die klassische Medizin sieht die Krankheiten als lokale Defekte in einem physikalischen, chemischen Mechanismus, die durch äußere Einwirkung oder innere Störungen verursacht wurden. Diese Prozesse und Krankheiten werden korrigiert, bekämpft, vielleicht ausgemerzt. Es werden Feldzüge gegen Krankheiten geführt. Es wird alleine das Symptom gesehen und mit Medikamenten oder Operationen versucht, es zu beseitigen.”

Der Mensch heilt sich selbst

Energetische Behandlung sieht ihre Aufgabe nicht im Bekämpfen von Symptomen, sondern im Erkennen von Ursachen. Dabei wird die Aufmerksamkeit nicht auf einen bestimmten Körperteil oder auf ein Organ, sondern auf den ganzen Körper, den ganzen Menschen gelegt. Weber: “Nachdem der Mensch kein technisch-mechanisches Gefüge, sondern ein lebendiger Organismus ist, hat er die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren und sich selbst zu heilen. Also ist nicht der Arzt oder der Therapeut der Heiler, sondern immer der Mensch selbst.”