Europa lebt ganz wesentlich vom Christentum

Das Verbot von Kreuzen in Klassenzimmern durch den Europäischen Gerichtshof macht eine Wertneutralität deutlich, die wesentliche Wurzeln Europas untergräbt.
Verblüffung und eine gewisse Ernüchterung geht durch Europa. Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, ein christliches Kreuz im Klassenzimmer einer Staatsschule verletze die Religionsfreiheit der Schüler. Diese totale Wertneutralität missfällt vielen, selbst jenen, die kein intensives religiöses Leben führen. Denn das Kreuz steht für christliches Gedankengut, das die Entwicklung Europas ganz wesentlich geprägt hat und Teil der europäischen Identität ist. Wie auch die griechische Antike und die Aufklärung Teil der Identität sind. Wenn das Kreuz im Klassenzimmer die Religionsfreiheit verletzt, dann verletzen auch Kirchen im öffentlichen Raum die Religionsfreiheit. Auch sie sind unübersehbar und stehen für ein bestimmtes Werteverständnis.
Die Menschen spüren, dass Wertvolles beginnt verloren zu gehen
Das Positive an diesem Urteil sind die Reaktionen. Denn die Menschen fühlen, dass hier etwas Wertvolles beginnt verloren zu gehen. Das Kreuz in den Klassenzimmern hat niemals die Religionsfreiheit verletzt, auch nicht das freie Bekenntnis der verschiedenen religiösen Überzeugungen. Die Entscheidung der Richter macht einmal mehr die Ängstlichkeit der Regierenden Europas deutlich, die sich schon einer Nennung der christlichen Wurzeln in der europäischen Verfassung verweigert haben.
Staat und Gesellschaft leben von den Werthaltungen der Bürger
Wovon leben der Staat und die Gesellschaft? Von Bürgern, die Werthaltungen einbringen, die über den Egoismus hinausgehen. Sie leben von Bürgern, die sozial denken und handeln, von Menschen, die solidarisch sind. Diese Werthaltung wird zum weitaus größten Teil vom Christentum getragen, gepredigt, realisiert. Das Christentum ist nicht irgendeine Religion unter den vielen Religionen Europas. Europas Seele lebt nicht von der politisch korrekten Anwendung toter Paragraphen, sondern vom großen Atem christlicher Tradtitionen, die immer von Neuem mit Leben zu erfüllen sind. Mit dem Verbot des Kreuzes wird diese Werthaltung, die uns zu wirklichen Menschen macht, untergraben. Gott sei Dank wird das immer mehr Menschen wieder bewusst. Bis Straßburg hat es sich leider noch nicht herumgesprochen.