Minarettverbot Zeichen gegen den Machtanspruch des Islam

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Ein interessantes Ergebnis ergibt die Analyse der Universität von Bern über die Schweizer Volksabstimmung zum Verbot von Minaretten (das Bild zeigt das Minarett von Wangen). Die Stimmbürger, die sich Ende November 2009 mit 57,5 Prozent der Initiative zum Bauverbot von Minaretten angeschlossen haben, wollten damit ein Zeichen gegen die Verbreitung des Islams in der Schweiz setzen. Das bedeutet aber nicht, dass die Muslime in der Schweiz generell abgelehnt werden, so die Studienautoren der Abteilung Kommunikation der Universität Bern. 

Linke für Minarette, Rechte dagegen

Das Stimmverhalten war stark vom Links-Rechts-Gegensatz geprägt: Die Linke lehnte sie mit über 80 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab. Die Rechte stimmte ihr fast ebenso klar zu. Entscheidend für den Ausgang war deshalb das Verhalten der politischen Mitte. Diese nahm das Minarettverbot im Verhältnis zwei zu eins an. Die Sympathisantinnen und Sympathisanten der Schweizer Volkspartei (SVP) standen nahezu geschlossen hinter der Initiative, die Anhänger der Grünen und der Sozialdemokraten lehnten sie massiv ab.

Christen für Minarettverbot

Von den gesellschaftlichen Merkmalen wirkte sich die Bildung am stärksten auf das Ergebnis aus. Wer als Bildungsabschluss eine Berufslehre vorweisen kann, stimmte zu 76 Prozent mit ja. Wer eine höhere Berufsschule oder eine Hochschule besuchte, war nur zu 48 Prozent respektive 34 Prozent für das Minarettverbot. Sowohl protestantische als auch katholische Christen stimmten zu rund 60 Prozent für die Initiative, religionslose Personen lehnten sie ab.

Zeichen gegen die weitere Ausbreitung des Islam

Bei den Entscheidungsmotiven der Befürworter wurde weitaus am häufigsten gennant, ein symbolisches Zeichen gegen die Ausbreitung des Islam in der Schweiz setzen zu wollen. Etwa jeder sechste Befürworter begründete seine Entscheidung als Reaktion auf die Diskriminierung der christlichen Kirchen in islamisch geprägten Ländern. Konkrete Kritik an den in der Schweiz lebenden Muslimen gaben nur 15 Prozent der Ja-Stimmen als Motiv an. Die Zustimmung zum Minarettverbot kann damit nicht als generelle Ablehnung der in der Schweiz lebenden Muslime interpretiert werden. Zudem erklärte sich eine Mehrheit von 64 Proeznt aller Stimmenden voll oder ziemlich davon überzeugt, dass sich die schweizerische und die islamische Lebensweise gut vertragen.

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