Die Krankenkassen sollen zur Fitnesskarte dazuzahlen

Das Zusperren des beliebten Linzer Fitnesscenters pueblo provoziert die Frage nach der Vorsorge in unserem Gesundheitssystems, das an die Grenzen der Finanzierbarkeit angelangt ist.
Eine Hiobsbotschaft! Das beliebte Fitnesscenter pueblo in der Nähe des Pleschingersees in Linz sperrt zu. Am Sonntag, den 31.1. 2010 ist Schluß. Konkurs, heißt es. Es ist jammerschade. Auch wenn seit Jahren nichts mehr investiert wurde, ist es doch bei den Kundinnen und Kunden der Lage wegen sehr beliebt. Die großen Vorteile: Das Fitnesscenter ist geräumig und es liegt fast direkt an der Donau. Für die Läuferinnen und Läufer ist ideal zum Starten, sie sind sofort am Donauradweg.
Was wird tatsächlich für die Vorsorge gemacht?
Der Konkurs macht nachdenklich. Denn einerseits wird von den Verantwortlichen bei jeder Gelgenheit die Wichtigkeit der Gesundheit betot, aber andererseits wird wenig getan um sie zu fördern. Die Millionen und Milliarden rinnen lediglich in die Reparatur der Krankheiten. Die Spitäler, die auf sehr hohem Niveau sind, verschlingen Unsummen. Dazu kommen die Kosten der Kurheime, die vielen Arztbesuche der Patienten. Für die Vorsorge wird ein verschwindend geringer Prozetnsatz ausgegeben.
Wer sich ertüchtigt, wird seltener krank
Was wäre zum Beispiel, wenn die Krankenkassen jedem regelmäßigen Besucher eines Fitnesscenters 20 Euro zur Monatskarte dazuzahlen? Wer sich über das ganze Jahr hin regelmäßig ertüchtigt, ist seltener krank. Die Wahrscheinlichkeit, dass er einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet, ist viel geringer. Die Kosten, die der Zuschuß zur Fitnesskarte verursacht, wären schnell eingespart. Die Krankenstände würden zurückgehen, wovon auch die Firmen profitieren würden. Trainierte Mitarbeiter sind nicht nur körperlich, sondern auch mental stärker und gesünder. Dadurch verfügen sie über ein besseres Auftreten. Auch die Unternehmen sind eingeladen, die Fitness ihrer Mitarbeiter zu unterstützen. Es gibt einige, die das bereits machen. Nicht aber die öffentliche Hand.
Die Diskussion um die Kosteneinsparungen greifen zu kurz, es braucht einen generellen Umbau
Die derzeitige Diskussion um die Sanierung des Gesundheitssystems greift zu kurz, weil sie zu wenig an die Wurzeln der Probleme herangeht. Sie reduziert sich auf Fragen der Beitragserhöhung und der Einsparungen. Die Diskussion muss tiefer gehen, nämlich in die Richtung, wie kann ich eine Gesellschaft fördern, in der die Menschen möglichst wenig erkranken.