Pfarrer Wagner ist ein zweiter Kurt Krenn

Was bewegt nur diesen Mann? Gerhard Maria Wagner, Pfarrer von Windischgarsten und verhinderter Linzer Weihbischof, reitet neuerlich verbale Attacken. Im Kurier vom Sonntag (31.1.2010) meinte er auf die Frage, ob das Erdbeben von Haiti eine Strafe Gottes sei: “Gott lässt sich nicht in die Karten schauen. Aber es ist schon interessant, dass in Haiti 90 Prozent Anhänger von Voodoo-Kulten sind.” Diese Antwort Wagners ist insofern nicht wirklich überraschend, da er schon vor einigen Jahren gemeint hatte, die Überschwemmungskatastrophe von New Orleans sei eine Strafe Gottes für den dortigen Sündenpfuhl, bestehend aus Schwulen und Prostituierten (Bordellen).
Es fehlt an Intelligenz und Hausverstand
Wer solche Aussagen tätig, muss damit rechnen, dass man sowohl an seiner Intelligenz als auch an seinem Hausverstand zweifelt. Er muss gewärtigen, dass er an jenen Worten gemessen wird, mit denen er die anderen richtet. So meinte er kürzlich im Programmheft der “Resonanzen”, dem Festival für Alte Musik, in einer Generalkritik, dass in der Diözese Linz der Hut brenne. Nach den Distanzierungen durch Bischof Ludwig Schwarz und Generalvikar Severin Lederhilger ist es vielmehr so, dass der Hut Wagners brennt. Die Probleme seien offensichtlich, hatte Wagner gemeint. Doch das wirkliche Hauptproblem dürfte er selbst sein. Eigentlich schweige die Kirche, hatte er gesagt, und decke die Leichen, die im Keller lägen, zu. Nein, zu Wagner schweigt die Kirche nicht. Sie nimmt Stellung und distanziert sich von ihm. Der Mann hat ein Problem. Er meint, nur er allein sei die wahre Kirche, alle anderen seien Sünder, Abtrünnige und Ketzer. Und zu den von ihm benannten Leichen im Keller gehört er selbst. Eine Leiche, die immer wieder aufersteht und alle in Schrecken versetzt.
Wer ist hier der “abgehauste Priester”?
Wagner verstieg sich verbal so weit, dass er seine Kollegen im Priesteramt als “abgehauste Priester” diffamierte. Er warf ihnen vor, die Diözese zu regieren. Nein, lieber Gerhard Maria, so etwas tut man nicht! Man pinkelt die Brüder im Amt nicht öffentlich an! Und das tut man schon gar nicht. Sie zuerst anpickeln und ihnen dann vorwerfen, sie würden stinken. Auch hier stellt sich die Frage, wer denn als Priester wirklich abgehaust hat?
Wagner hinterlässt verbale Misthäufchen
Wagner prangert Missstände an, die er selbst herbeiführt. Wann wird nun gegen die verbalen Misthäufchen, die der Pfarrer von Windischgarsten als ekelige Duftnoten regelmäßg hinterlässt, vorgegangen? Pfarrer Friedl musste wegen seines Bekenntnisses zu seiner Lebensgefährtin zum bischöflichen Rapport. Wann wird Wagner vorsprechen?
Wagner möchte bedeutend sein
Die Frage ist auch, warum sich Wagner ständig öffentlich zu Wort meldet? Er ist ein Landpfarrer, damit hat es sich. Er hat wohl Lust gefunden, in der Öffentlichkeit scheinbar bedeutend zu sein. Dass er von den Medien zur Inszenierung auflagensteigender Spektakel benutzt wird, ist ihm nur recht. Er hat Lust und Freude an der öffentlichen Polarisierung gefunden. Er bekommt jene Bedeutung, zu der er sich berufen fühlt. Wie einstmals Kurt Krenn.
01. Februar 2010 um 7:48 pm
Wagner hat sich nicht zu Wort gemeldet, der wäre als Dorfpfarrer irgendwo in der oberösterreichischen Pampas längst in der Bedeutungslosigkeit versumpert. Wenn den nicht der Kurier ohne jeglichen erkennbaren Anlass wieder aus der Mottenkiste hervorkramt und den alten Schmarrn wieder aufwärmt um ihn, in bester Österreich-Manier, zu einer Doppelseite in der Sonntags-Ausgabe aufzublasen. Nix als ein inszenierter riesen Zirkus in den Medien, aus dem läppischen Geschwafel eines spinnerten Landpfarrers weißgott wasfüreine Sensation zu machen, zu der es sonst gar nie gekommen wäre.
01. Februar 2010 um 8:49 pm
ein neuer rülpser aus dem windischgarstnertal. war zu erwarten.
gerhard maria wagner ist, wenn überhaupt, ein möchtegern-krenn. genauso wie er, gottseidank, nur fast-weihboschof geowrden ist.