Apple-Chef Steve Jobs: “Bleibt hungrig und unangepasst!”

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Die für mich bemerkenswerteste Rede, die in Gerhard Jelineks Buch “Reden, die die Welt veränderten” (ecowin-Verlag) enthalten ist, ist jene von Steve Jobs. Jobs ist Gründer und Vorsitzender von Apple, er hat mit seinen Laptops, i-Phones und i-pods neue Maßstäbe gesetzt. Er hielt diese Rede bei der Abschlußfeier für Studenten der Stanford-Universität am 12. Juni 2005.

Lebe jeden Tag so als wäre es dein letzter!

“Als ich 17 Jahre alt war, habe ich ein Zitat gelesen, das so oder ähnlich lautete: Wenn du jeden Tag so lebst, als wäre es dein letzter Tag, wirst Du irgendwann Recht behalten. Dieser Satz hat mich ziemlich beeindruckt. Und seither, während der vergangenen 33 Jahre, betrachtete ich mich jeden Morgen im Spiegel und frage mich: Wenn das heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich das mögen, was ich heute tun werde? Und wenn die Antwort über einen längeren Zeitraum Nein war, dann war mir klar: Ich musste etwas ändern.

Im Angesicht des Todes ist alles bedeutungslos

Die Vorstellung, eines Tages tot zu sein, ist das wichtigste Werkzeug, um mir bei den großen Entscheidungen des Lebens zu helfen. Alles, beinahe alles - jede äußere Erwartung, jeder Stolz, jede Furcht vor Versagen oder Enttäuschung - all das ist angesichts des Todes bedeutungslos. Es bleibt nur das, was wirklich zählt. Der Gedanke an den Tod ist das beste Mittel, einer Falle zu entkommen: Der Angst, etwas zu verlieren zu können. Wir sind schon jetzt nackt. Es gibt keinen Grund, nicht seinem Herzen zu folgen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Vor rund einem Jahr wurde bei mir Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Ich wusste damals gar nicht, was die Bauchspeicheldrüse ist. Die Ärzte sagten mir, diese Form einer Krebserkrankung sei mit großer Wahrscheinlichkeit unheilbar, sie gaben mir noch drei bis sechs Monate zu leben. Die Ärzte empfahlen mir, nach Hause zu gehen, und meine Angelegenheiten zu regeln. Das bedeutet, seinen Kindern in wenigen Monaten das alles zu erzählen, was man die nächsten zehn Jahre tun wollte. Es bedeutet, alles so einzurichten, dass deine Familie es auch ohne dich möglichst leicht haben würde. Es bedeutet, Abschied zu nehmen.

Heute geht es mit wieder gut

Ich habe mit dieser Diagnose den ganzen Tag gelebt. Am Abend wurde eine Gewebeprobe entnommen und dabei stellten die Ärzte unter dem Mikroskop fest, dass ich eine ganz seltene Form des Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte, die durch eine Operation heilbar sein könnte. Ich wurde operiert. Und es geht mir heute gut.

Niemand will sterben

Nie war ich dem Tod näher. Und ich hoffe, dass ich die nächsten paar Jahrzehnte nicht mehr so nahe an ihn herankomme. Da ich das Ganze überstanden habe und der Tod jetzt für mich mehr als ein rein intellektuelles Konzept ist, kann ich euch heute mit Gewissheit sagen: Niemand will sterben.

Der Tod ist die beste Erfindung des Lebens

Selbst Menschen, die in den Himmel kommen möchten, wollen nicht sterben, um dorthin zu gelangen. Und dennoch, der Tod ist die Endstation für uns alle. Niemand ist ihm bisher entkommen. Und so soll es sein, denn der Tod ist die mit Sicherheit beste Erfindung des Lebens. Er ist der Erneuerer des Lebens. Der Tod beseitigt das Alte und schafft Platz für das Neue……..

Folgt dem Herzen und den Eingebungen!

…….Eure Zeit ist begrenzt, vergeudet die Zeit nicht, indem ihr das Leben anderer lebt. Tappt nicht in die Falle von Dogmen, das wäre ein Leben nach dem Denken anderer Leute. Lasst den Lärm der anderen Meinungen nicht eure innere Stimme übertönen. Und ganz wichtig: Habt den Mut, eurem eigenen Herzen und Eingebungen zu folgen. Sie wissen irgendwie bereits, was ihr wirklich werden möchtet. Alles andere ist zweitrangig.

Bleibt hungrig, bleibt unangepasst.”

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