Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

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Es ist einfach empörend. Der Vorstandsvorsitzende der Hypo Alpe Adria, die durch die Verstaatlichung vor der Pleite gerettet werden musste, erhält laut Zeitungsberichten rund 4,5 Millionen Euro Abfertigung. Und das nach nur neun Monaten Amtszeit.

Rechtlich gedeckt, moralisch empörend

Rechtlich ist der Geldregen für Franz Pinkl (Bild: diepresse.com) gedeckt. Laut einer „Change of Control“-Klausel steht es ihm zu. Diese sieht vor, dass er auf eigenen Wunsch ausscheiden kann, wenn es zu einem Eigentümerwechsel kommt. Moralisch ist es empörend. Die Bank ist pleite, de facto kommt der Steuerzahler für die Abfertigung auf.

Die kleinen Arbeitnehmer sind die Opfer

Es ist dies ein weiterer Baustein eines Gesamtbildes, in dem die Bankmanager versagen, aber gleichzeitig Bonus-Zahlungen einstreifen, die jeden normalen Bürger erblassen lassen. Eigentümerwechsel sind für die Belegschaften oft mit drastischen Einschnitten verbunden.  Es kommt nicht selten zu Gehaltskürzungen und/oder zu Kündigungen. Nur eine Gruppe fällt ins mit Geld gepolstete Auffang-Netz: die Manager. Sie kassieren Beträge in Millionenhöhe, die sie in die Lage versetzen, nicht mehr arbeiten zu müssen.

Zwei-Klassen-Gesellschaft

Wir erleben eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Auf der einen Seite die kleinen Leute, die meist die Opfer der Änderungen der Globalisierung sind, auf der anderen Seite die Manager, die wenigen, millionenschweren Gewinner.

Klare Verantwortlichkeit

Im Fall von Pinkl gibt es eine klare Verantwortlichkeit. Die Manager der Bayerischen Landesbank haben ihm diesen Vertrag mit diesen Spezialklauseln gegeben. Wer sind diese Leute? Es sind Manager vom Schlage Pinkls, die diese Klauseln selbst in Anspruch nehmen. Es gilt auch hier der Spruch: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

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