Pensionistenparadies Österreich

Österreich geht zwar einem Lehrermangel entgegen, dennoch erlaubt der Staat seinen Pädagogen (das Bild zeigt Lehrer Lämpel von Wilhelm Busch), aufgrund der Hacklerregelung nach 40 Jahren vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Allein in Oberösterreich verabschieden sich bis 2013 1500 Lehrerinnen und Lehrer so in die Pension. Das sind 90 Prozent aller Lehrer im Alter zwischen 57 und 59 Jahren. Dazu kommt, dass für die Pensionsberechnung jene acht Jahre herangezogen werden, in denen sie am besten verdient haben. Es kann folglich durchaus passieren, dass manche Pädagogen eine höhere Pension haben als sie zuletzt verdient haben.
Griechische Verhältnisse in Österreich
Wir beschweren uns über griechische Verhältnisse, haben sie aber im eigenen Land. Speziell in Oberösterreich, das sich gerne damit brüstet, das tüchtigste aller Bundesländer zu sein. Österreich ist nach wie vor ein Pensionistenparadies. Es gibt zwar großspurige Erklärungen von zahlreichen Politikern, der Anteil an den Pensionsausgaben im Budget sei mit rund 22 Prozent zu hoch. Dagegen getan wird aber wenig bis gar nichts. Ausnahme um Ausnahme machen das offizielle Pensionsantrittsalter von 65 Jahren für Männer zur Makulatur.
Warum neue Steuern?
Es soll dann aber bitte niemand kommen und sagen, der Staat müsse die Steuern erhöhen, weil er seine Ausgaben nicht decken könne. Wozu bitte eine Bankensteuer, die sowieso letztlich die Kunden bezahlen müssen? Die Politiker sind zu feige, das Notwendige zu tun und durchzusetzen. Sie schielen auf den nächsten Wahltermin und wollen ihren pressure-groups nicht wehtun. Das Geld wird auf Kosten der jungen Generation ausgegeben. Die Politiker müssen lernen, dass alle Bürgerinnen und Bürger gleich sind. Dass da die Wiener Beamten und die ÖBB-Bediensteten nicht mit 52 Jahren in Pension gehen können, und das mit 80 Prozent des Letztbezugs, und die Masse gleichzeitig geschröpft wird. Im konkreten Fall der Lehrer sind nicht nur deren vorzeitige Pensionen zu zahlen, sondern es müssen neue Pädagoginnen und Pädagogen eingestellt werden. Das kostet den Staat in Wahrheit das Doppelte.