Ich wähle Seyffenstein!

kaiser

Bundespräsident Heinz Fischer hat mir am Sonntag in der Pressestunde vorgeworfen, ein schlechter Demokrat zu sein. Das ist starker Tobak. Weil ich mit den drei Kandidaten für die Präsidentenwahl nicht zufrieden bin, muss ich mir von ihm vorhalten lassen, „von der Möglichkeit des demokratischen Mitwirkens nicht Gebrauch zu machen“. Das ist eine glatte Unterstellung. Denn wenn ich wählen gehe, aber keinen der drei Kandidaten ankreuze, übe ich sehr wohl mein demokratisches Recht aus.

Fischer reiht sich ein in die alternden Bischöfe und Kardinäle

Hier klingt ein bisschen die Überheblichkeit eines Mannes durch, der sich seiner Wiederwahl sicher sein kann. Fischer erinnert mich an die Bischöfe und Kardinäle der römisch-katholischen Kirche. Sie sind auch alle deutlich über 70 und können nicht aufhören. Sie alle meinen unverzichtbar zu sein. Dabei wäre es gut, wenn sie Jüngeren Platz machen würden.

Sein lebenslanges Durchlavieren kommt ihm zugute

Fischer hat in seiner Amtszeit kaum Fehler gemacht. Das ist richtig. Aber er hat andererseits auch kaum Profil gezeigt. In der Position des Präsidenten kommt seine Art des Durchlavierens, die seine Karriere in der SPÖ gekennzeichnet hat, optimal zum Tragen.

Der Wahlsonntag ist eine Qual

Die Wahl am Sonntag ist eine Qual. Da gibt es einen christlichen Fundamentalisten, dann eine rechte Kandidatin, die noch nie im Konzentrationslager war, ihre zehn Kinder nicht taufen lässt und das Verbotsgesetz abschaffen will, und eben Fischer. Für mich sind alle drei unwählbar. Was werde ich tun? Ich werde dem Vorschlag des Kaisers folgen, der in seiner letzten Sendung „Wir sind Kaiser“ seinen Sekretär als Präsidenten (Bild oben) vorgeschlagen hat: Ich wähle Seyffenstein!

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