Wagner ein zweiter Krenn?
Sie fahren nach Rom, um sich einzukleiden? Zu teuer, das kann ich mir nicht leisten, antworten Sie? Das ist eben der kleine Unterschied zwischen Ihnen und dem neu ernannten Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner. Der umstrittene Windischgarstner Pfarrer bevorzugt römischen Zwirn. Ein feiner Pinkel. Das muss man sich leisten können. Jeglicher Zusammenhang zwischen der Tatsache, dass in der Windischgarstner Kirche am Sonntag gleich zwei Meßpröbste absammelten und dann nochmals an der Kirchentür um Geld geschnorrt haben, ist bösartig und eine Unterstellung. Aber es muß halt ein Unterschied sein in der Hierarchie: Der Kleine zahlt und spendet, die Herren gehen in der Weltzentrale des Katholizismus einkaufen.
Die Kirchenoberen haben dem gesprächsfreudigen Pfarrer vorerst einen Maulkorb verpasst. Wagner hat nämlich eine Freude an der Provokation. Mit Liebe gießt er Öl ins Feuer. Ähnlich wie sein Landsmann Kurt Krenn. Seine Aussagen, dass Schwule nur gesundgeheilt werden müßten, hat der Führung gereicht.  Aber Wagner wird die Öffentlichkeit sicherlich noch mit vielen dummen Sätzen überraschen. Oberösterreichs Dechanten wissen, was Rom ihnen mit Wagner eingebrockt hat. Ihr Appell an Wagner, doch auf die Bestellung zu verzichten, wird ungehört verhallen.  Sie wissen auch, dass Wagner eines von Krenn unterscheidet. Wagner ist ein Umsetzer, ein Macher, während Krenn den Dingen eher seinen Lauf ließ. Manche befürchten, dass Wagner de facto die Rolle des Bischofs einnehmen wird und Ludwig Schwarz links liegen läßt.
10. April 2009 um 6:18 am
Wie immer, du bringst die Tatsachen auf den Punkt. Danke dafür und weiter so.