Kirchliche Fundamentalisten
An der Spitze der Diözese Linz wird mit zweierlei Maß gemessen. Wenn kleine fundamentalistische Grüppchen aufbegehren, rollen die Köpfe. Erinnert sei an die Ablöse von Pressesprecher Ferdinand Kaineder oder an die Absetzung von Josef Friedl als Dechant. Ist hingegen das Pfarrvolk unzufrieden, wird darüber hinweggegangen. So hat Bischof Ludwig Schwarz die Protestbewegung der Kopfinger Gläubigen gegen ihren fundamentalistischen Pfarradministrator einfach ignoriert. Immerhin waren es 431 Protest-Unterschriften. Für eine 2000-Einwohner-Gemeinde sind das viele.
Dumme und verletzende Aussagen
Die Aussagen des geistlichen Herrn aus Polen sind dumm und verletzend. „Das Schwert des Glaubens ist wichtiger als Friede in der Pfarre.“ „Die Schule ist ein Teufelswerk.“ „Aus Ihnen spricht der Satan“ (zur Volksschuldirektorin). „50 Personen in der Pfarre sind vom Heiligen Geist erfüllt, der Rest ist verdammt.“ „Ich habe in jedem Kopfinger Verein einen Spion.“ „Hütet euch vor den esoterischen Angeboten der Gesunden Gemeinde“ (Warnung vor einem Yoga-Kurs).
Schwert- und Höllentheologie
Andreas Skoblicki hat noch ein anderes Problem. Er ist zur falschen Zeit geboren. Mit seiner Schwert- und Höllentheologie hätte er gut ins katholische Mittelalter gepasst. Sein Glaubens- und Gottesbild sind um Jahrhunderte überholt. Er predigt den Gott des absoluten Gehorsams statt den Gott der Liebe und Barmherzigkeit. Wer nachdenkt und hinterfragt, ist des Teufels. Auf der einen Seite spielt er den Starken, auf der anderen Seite ist er weinerlich. Er trage das Kreuz, das Gott ihm auferlegt habe, sagte er zum ORF. Das ist perfid. Denn er ist nicht Opfer, sondern Täter. Als Führungsperson ist er sowieso ungeeignet. Denn seine Aufgabe wäre es, die Schafe zusammenzuführen statt sie zu spalten. Bischof Schwarz bleibt somit nur eine Entscheidung: Skoblickis Ablöse.