Oberösterreichs SPÖ: Der nächste Schritt ist die personelle Erneuerung

Modern, dynamisch, lebendig. So präsentierten sich die oberösterreichischen Sozialdemokraten gestern bei ihrem Landesparteitag in Wels. Die SPÖ  hat sich  von der desaströsen Niederlage 2009  erfangen.   Der Diskussionsprozess morgen.rot zeitigt Früchte.  Die   Erholung ist  unter anderem ablesbar an den Parteifinanzen. Die 900.000 Euro Schulden aus dem Wahljahr  wurden in den beiden vergangenen Jahren komplett abgebaut.
Schwer tut sich die SPÖ mit der öffentlichen Verschuldung. Es ist schön, wenn Parteivorsitzender Josef Ackerl sagt, „wir haben es noch nie für gut befunden, dass man so viele Schulden macht“.  Doch die SPÖ  trägt wesentliche Mitverantwortung   für den Zustand der Haushalte.  Wenn man beim Anrühren der Suppe dabei war, muss man sie auch gemeinsam auslöffeln.   
Das Verdammen des internationalen Finanzkapitalismus hört sich gut an, ist  aber als  Antwort  zu wenig. 
Bundeskanzler  Werner Faymann und Bürgermeister Franz Dobusch  wissen, wie hart  und belastend Schuldenrückzahlung ist. Wobei Faymann überhaupt das Pech hat, dass ihn die oberösterreichischen Genossen weder schätzen noch mögen. Er gilt als  Buhmann,  auch wenn es beim Parteitag   vermieden wurde,  die große Kluft  auf der Bühne auszubreiten. Die Botschaften, wie wenig man voneinander hält, wurden  schon im Vorfeld medial ausgerichtet.
Der inhaltlichen  muss die personelle Erneuerung folgen. Sowohl auf Landesebene als auch in den
Gemeinden. Erneuerung benötigt neue Gesichter.
Der Parteitag hat gezeigt, dass das personelle Reservoir da ist. Man muss die Jungen nur lassen.

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