Österreich hat den Tritt in den Hintern bekommen, den es verdient hat

Österreich definiert sich stark an der Durchschnittsposition. In allen Bereichen.“ Das sei für ihn,  Markus Hengstschläger, die Überraschung des vergangenen Jahres gewesen. Diese Erkenntnis des Gentechnik-Wissenschafters  und  Vorsitzenden  der academia superior deckt sich mit  Aussagen anderer  Beobachter.  „Man hat so das Gefühl, Österreich sandelt  langsam, aber sicher ab“,  meinte ein befreundeter Arzt  beim Silvestergespräch. 

Ansehensverlust im Ausland

Diese Selbsterkenntnis wird von den internationalen Beobachtern geteilt. Viele Auslandsinvestoren zogen ihr Geld von   der Wiener Börse ab,   was zu den exorbitant hohen Verlusten von 35 Prozent führte. Österreich muss bereits mehr als ein Prozent höhere Zinsen für die Staatsschulden zahlen als die Deutschen, was die Steuerzahler  Milliarden kostet. Nun haben wir auch noch das Tiple-A-Rating verloren.

Die Deutschen haben uns wieder überholt

Vorbei sind die Zeiten, als die Deutschen   neidvoll nach Österreich blickten.   Vor rund zehn Jahren siedelten sich Manager und Betriebe   des Grenzgebiets auf der österreichischen Seite  an,  weil der kleine Bruder  als innovativer galt.  Die EU hat uns auch hinsichtlich der Innovationskraft in die  zweiten Reihe eingeordnet.
Erstklassig sind die Deutschen, wir nicht mehr.  
Darüber zu lamentieren  hilft nicht weiter. Es gilt, die Einstufung  in  die Zweitklassigkeit hinzunehmen und zu versuchen, die Erstklassigkeit zurückzuerobern.

Nur die Unternehmen sind erstklassig

Viele Unternehmen sind es, sie spielen in der Weltliga mit. Die Bundespolitik und viele andere Bereiche  haben enormen Handlungsbedarf. Österreich hat jenen  Tritt in den Hintern bekommen, den es verdient hat.  
Die Bequemlichkeit ist damit  zu Ende.

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