Sparpaket: Investieren ist ebenso wichtig wie Sparen

Wie auch immer man zum Sparpaket steht, es ist unumgänglich. Österreichs Schulden sind  zu hoch.  Die Zinsen und Rückzahlungen fressen einen zu hohen Anteil der Steuern auf, die die Bürger zahlen dürfen.   Je höher die Schulden, umso höher sind die Zinsen, die wir zahlen müssen. Profiteure der 220 Milliarden Schulden sind ausländische Investoren, die rund 75 Prozent der  österreichischen Anleihen aufkaufen. Unser Steuergeld wandert also  zu einem nicht unerheblichen Teil ins Ausland.
Es ist daher sinnvoll, sich nach der Decke zu strecken und   die Steuererlöse im Inland zu investieren.     Investitionen bringen Wachstum und Arbeitsplätze, Arbeit füllt die Sozialkassen. Es zeugt von Voraussicht, wenn das Land an seinen Investitionen festhalten will. Trotz der Einsparungen, die notwendig sind. Es ist gut, dass mit den Sparmaßnahmen früh begonnen wurde. Dass beispielsweise die Spitalsreform bereits abgesegnet ist. Dass die Verwaltungsreform schon läuft. Noch besser, weil billiger, wäre es gewesen, die Spitalsreform wäre bereits 2005 beim ersten Anlauf umgesetzt worden. Eines hat das Sparpaket neuerlich belegt. Man kann notwendige und unangenehme Maßnahmen hinauszögern, aber sie kommen mit Sicherheit: verspätet und deshalb verschärft.
Sparen und investieren. Das ist der Mix, der uns in den nächsten Jahren aus der Krise führen wird.   Der Weg ist eine  Gratwanderung. Es gilt, das   Maß immer wieder neu  zu definieren. Wir müssen die Altlasten abbauen, sie hinter uns lassen und  gleichzeitig  an der Zukunft bauen.  Straße, Schiene, Bildung, Forschung, Innovationen  und erneuerbare Energien  sind die  Themen der Gegenwart und der Zukunft. 
Investitionen in den menschlichen  Geist und in  die Materie     sorgen für jene Dynamik, die uns  aus der Krise führen wird.

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